10 beste Indiebooks

Unter dem Hashtag #wereadindie wollen wir, das Team vom gleichnamigen Gemeinschaftsblog, Leserinnen und Leser dazu anregen, von ihren liebsten Büchern aus unabhängigen Verlagen zu erzählen. Freilich braucht es dazu keinen Anlass, es lohnt immer, über besondere Literatur zu reden, andere mit der eigenen Begeisterung anzustecken und sich wiederum anstecken zu lassen – wir Indie-Bloggerinnen und -Blogger tun das seit dreieinhalb Jahren unablässig. Und dennoch gibt es nun einen aktuellen Anlass: Im Frühjahr dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die jährlichen Ausschüttungen der VG Wort zu Unrecht auch an die Verlage gingen, sie seien lediglich Verwerter, keine Urheber; jetzt wurden die Rückzahlungsaufforderungen verschickt (mehr dazu hier). Kleinverlage trifft dies besonders hart, einigen droht gar die Insolvenz.

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Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte

Michiko Milena Flasar - Ich nannte ihn Krawatte (c)

»Aus dem Takt der Welt gefallen«

»Das Bloggerbuch des Jahres« nannte Syn-ästhetisch es kürzlich, nun habe auch ich es endlich gelesen und könnte an dieser Stelle der Einfachheit halber schreiben: Ja, sie haben allesamt recht, meine lieben Blogkollegen, Ich nannte ihn Krawatte von der jungen Österreicherin Milena Michiko Flašar ist in der Tat bezaubernd, und dann würde ich auf einige Rezensionen verweisen (hier, hier und hier zum Beispiel). Und doch will ich es mir nicht ganz so einfach machen, will stattdessen meine Gedanken schriftlich festhalten, denn dieser Roman verdient es, für lange Zeit in Erinnerung zu bleiben.

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Elsa Morante: Arturos Insel

Der Fänger im Roggen von Procida

Da mich Elsa Morantes monumentales Werk La Storia zutiefst beeindruckte, griff ich nun, einige Jahre später, zu Arturos Insel (L’isola di Arturo), in deutscher Sprache im Wagenbach Verlag erschienen. Was beginnt wie ein Märchen, in dem die Welt hinter einem Schleier des Zaubers erscheint, erweist sich als ein Coming-of-Age-Roman und erinnert tatsächlich streckenweise an einen der wohl bekanntesten Vertreter dieses Genres, The Catcher in the Rye. Diese Parallele zu Salingers hoch gelobtem Werk meine ich jedoch keineswegs als Auszeichnung für das Buch der italienischen Schriftstellerin. Denn schon der junge Holden Caulfield schien mir seinerseits von einer solch unerträglichen Launenhaftigkeit, dass sie mir die Lektüre verdarb.

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