#netzrundschau 04/2016

notizheft

# kritik der kritik

Während im März die Debatte um den Zustand der Literaturkritik – und die Rolle der Blogs – insbesondere durch die Leipziger Buchmesse noch einmal befeuert wurde, war es in diesem Monat vergleichsweise still. Im frisch gegründeten Magazin tell führt Sieglinde Geisel ihre aufschlussreiche Reihe »Satz für Satz« fort, in der sie unter Zuhilfenahme diverser Sekundär- und anhand zahlreicher Primärtexte seziert, wie Literatur und demnach auch Kritik funktionieren. Gerrit vom Blog Zeilensprünge hat Marcel Reich-Ranickis Essay Über Literaturkritik gelesen und begreift ihn − im Hinblick auf das Selbstverständnis der Blogger – vor allem als Aufforderung, Haltung zu zeigen: »Denn wo sich das Feuilleton schon immer als wichtiger Akteur im Literaturdiskurs verstanden hat, muss sich eine klare Haltung in den neu entstandenen Literaturplattformen erst noch finden.« Und Jan Drees rekapituliert einen Diskurs zur Lyrikkritik, der offenbar ebenfalls seit März im Gange ist.

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