Acht Betrachtungen II

Gorschlüter & Hückstädt - Acht Betrachtungen (c)

8 Autoren, 8 Kunstwerke

Frankfurt ist reich an erstklassigen Literaturorten und literarischen Happenings, es gibt Tage, da weiß ich vor lauter Auswahl gar nicht, wohin, und bleib stattdessen daheim auf dem Sofa, auch das quasi ein Ort der Literatur. Meistens gehe ich aber doch raus und gucke mir all die schönen Sachen an, die hier passieren: Eine der schönsten ist die Reihe »Acht Betrachtungen«, eine Kooperation des hiesigen Literaturhauses und des Museums für Moderne Kunst, die 2013 Premiere feierte und dieses Jahr in die zweite Runde gegangen ist. Acht Autoren schreiben über je ein Kunstwerk: Die Texte werden bei vier Doppellesungen im Museum und einer Abschlussveranstaltung im Literaturhaus präsentiert, eine liebevoll gestaltete Anthologie gibt’s obendrauf.

„Acht Betrachtungen II“ weiterlesen

Werbeanzeigen

Teresa Präauer: Johnny und Jean

Teresa Präauer - Johnny und Jean

»Unser Motor ist die Freundschaft, unser Treibstoff der Pastis«

Johnny und Jean, der eine aus New York, der andere aus Paris, zwei gefeierte Künstler, die seit Beginn des Studiums eine innige Freundschaft eint. Nein, ganz so ist es nicht: In Wirklichkeit stammen Johnny und Jean aus demselben Dorf, haben sich selbst diese Namen gegeben, um mehr nach Weltbürger und weniger nach Provinz zu klingen, und studieren nun gemeinsam Kunst in der zweitgrößten Stadt des Landes (Österreich denkt man aufgrund der Autorenvita immer mit, auch wenn es nicht einmal benannt wird). Und befreundet sind sie in Wahrheit auch nicht, es ist Johnny, der Ich-Erzähler, der sich nach einer Freundschaft mit Jean sehnt, so wie er sich nach New York sehnt.

„Teresa Präauer: Johnny und Jean“ weiterlesen

So Long, Longlist: Teresa Präauer und Martin Lechner

»Man muss provokant vorgehen gegen die Übermacht der Themenromane

Der eine stand vergangenes Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises, wurde aber dennoch vergleichsweise wenig beachtet und geriet mit Bekanntgabe der sechs Finalisten, zu denen er nicht zählte, schnell wieder in Vergessenheit. Der andere hatte es gar nicht erst auf die Longlist geschafft. Es ist die Rede von den Romanen Kleine Kassa von Martin Lechner (Residenz Verlag) sowie Johnny und Jean von Teresa Präauer (Wallstein Verlag): Sie stehen im Mittelpunkt dieses Abends und mit ihnen der Versuch, über »den selektierenden Tellerrand« von Listen und Preisen hinauszublicken und die Aufmerksamkeit auf Bücher zu lenken, die in diesem Rummel verloren gehen. Dass nun ausgerechnet Präauer für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert werden und jede Menge Aufmerksamkeit erhalten würde, damit konnten die Macher von lesen.hören bei der Konzipierung der Veranstaltung ja nicht rechnen.

„So Long, Longlist: Teresa Präauer und Martin Lechner“ weiterlesen