Indiebookday 2017

Für manch einen gibt es im Jahr kein schöneres Fest als Weihnachten, andere freuen sich über die vielen langen Wochenenden im Mai und Juni. Für Freunde der besonderen Literatur ist der einzig wahre Feiertag der Indiebookday. Der Hamburger mairisch Verlag hat ihn 2013 initiiert, um die unabhängigen Verlage und ihre fantastischen Programme ins Bewusstsein der Leser zu bringen; ein paar Mitstreiterinnen und ich ließen uns von der Idee anstecken, riefen kurz darauf den Gemeinschaftsblog We read Indie ins Leben und berichten seither über Bücher abseits des Mainstreams. Einmal im Jahr, immer an einem Samstag im März, tun es uns Tausende von Lesern gleich und zeigen in den sozialen Netzwerken ihre neuesten und liebsten Indiebooks her.

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Lesungen II/2016

Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, sind Rückblicke naheliegend. Auch ich blicke zurück – allerdings nicht auf meine literarischen, musikalischen und filmischen Highlights 2016 (das folgt noch), sondern auf die Lesungen, die ich in den vergangenen Monaten besucht habe. Für gewöhnlich teile ich meine Eindrücke auf Facebook, eine Zusammenfassung gibt es in unregelmäßigen Abständen hier im Blog: Den Anfang machten vier Veranstaltungen im Frühjahr, nun folgen sechs hinreißende Herbst-Happenings. Und da am Jahresende nicht nur Rückblicke, sondern auch Vorschauen verlockend sind, kann ich an dieser Stelle schon verraten, dass ich mich 2017 unter anderem auf Lesungen mit Katharina Winkler, Isabelle Lehn, Shida Bazyar, Roman Ehrlich, Zsuzsa Bánk und Paul Auster freue.

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#netzrundschau 01/2016

# willkommen!

Meine letzte #netzrundschau ist schon etwas länger her, der monatliche Platz dafür kam stattdessen einer anderen Sache zu, dem von mir mitherausgegebenen E-Book Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge, das Anfang Dezember bei mikrotext erschienen ist und sich großer Resonanz erfreute. Eine Art Ritterschlag war eine Besprechung in der Printausgabe der FAZ, wo Elke Heinemann die Anthologie gemeinsam mit Simon Hadlers Analyse Die Angst vor dem »Ansturm« (Hanser Box) als »E-Books zur großen Krise der Zeit« empfahl. Zudem durfte ich dem Journal Frankfurt von dem Projekt erzählen, und das Portal Bookster Frankfurt nahm es zum Anlass, mich zu porträtieren – als erste Literaturbloggerin in der Reihe.

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Saša Stanišić: Vor dem Fest

Stanisic - Vor dem Fest (c)

»Vielleicht feiern wir einfach, dass es das gibt: Fürstenfelde.
Und was wir uns davon erzählen.«

Eine Sache sei vorweg gesagt: Saša Stanišić’ zweiter Roman Vor dem Fest ist nicht das Meisterwerk, als das er vielerorts gefeiert wurde. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und nominiert für den Deutschen Buchpreis, war er letztes Jahr in aller Munde – zumal acht Jahre seit Stanišić’ hochgelobtem Erstling Wie der Soldat das Grammofon repariert vergangen waren und die Erwartungen entsprechend groß gewesen sein dürften. Den zahlreichen hymnischen Besprechungen kann ich mich zwar nicht uneingeschränkt anschließen – und doch: Vor dem Fest ist ein ziemlich gutes Buch.

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