10 beste Indiebooks

Unter dem Hashtag #wereadindie wollen wir, das Team vom gleichnamigen Gemeinschaftsblog, Leserinnen und Leser dazu anregen, von ihren liebsten Büchern aus unabhängigen Verlagen zu erzählen. Freilich braucht es dazu keinen Anlass, es lohnt immer, über besondere Literatur zu reden, andere mit der eigenen Begeisterung anzustecken und sich wiederum anstecken zu lassen – wir Indie-Bloggerinnen und -Blogger tun das seit dreieinhalb Jahren unablässig. Und dennoch gibt es nun einen aktuellen Anlass: Im Frühjahr dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die jährlichen Ausschüttungen der VG Wort zu Unrecht auch an die Verlage gingen, sie seien lediglich Verwerter, keine Urheber; jetzt wurden die Rückzahlungsaufforderungen verschickt (mehr dazu hier). Kleinverlage trifft dies besonders hart, einigen droht gar die Insolvenz.

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Im Gespräch mit Martin Lechner

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»Literatur kann bewirken, dass die Dinge, die man kennt,
ins Unbekannte abschwenken.«

In der Reihe »SeitenBlicke« führe ich in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit Literaturschaffenden aller Art – Autoren, Verlegern, Buchhändlern, Veranstaltern, Bloggern und anderen enthusiastischen Büchermenschen. Wir unterhalten uns über ihre Werdegänge, über das Lesen und Schreiben im Zeitalter der Digitalisierung und darüber, was Literatur kann und möglicherweise sogar muss. Heute kommt der Autor Martin Lechner zu Wort, der zuletzt den Erzählband Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen im Residenz Verlag veröffentlicht hat. Alle bisherigen Gespräche dieser Reihe können hier nachgelesen werden.

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Martin Lechner: Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen

Martin Lechner - Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen

»Leiden Sie an Üblichkeit?« 

2014 erschien Martin Lechners Debütroman Kleine Kassa im Residenz Verlag und schaffte es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Nun folgt ein Band mit Erzählungen, der den schönen Titel Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen trägt. »Erzählungen«, so steht es zumindest auf dem Einband, die gute alte short story darf man bei Lechner aber nicht erwarten. Einer der letzten Texte im Buch, »Ein alter Schuh ist auch ein alter Freund«, sollte eigentlich ganz vorne stehen, nimmt der Autor darin doch Stellung zu seiner Poetik: »Ich suche eine Art zu erzählen, die die Sinne entzündet. Die die Ohren öffnet. Für die Stimmen unterm Schuh, zum Beispiel. Leiden Sie an Üblichkeit?, flüstern sie, sobald ich meine Sohle hebe.« Und weiter:

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Clemens J. Setz: Die Frequenzen

Clemens J. Setz - Die Frequenzen (c)

»Ein einziges, großes Liebesgeständnis an das nichtlineare Wesen der Zeit«

Ein Familienroman, doch ein ausgesprochen unkonventioneller Familienroman ist dieses 700 Seiten starke Werk von Clemens J. Setz. Es ist, nach Söhne und Planeten, das zweite Buch des 1982 in Graz geborenen Schriftstellers, 2009 wurde es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises gewählt, auf die es im vergangenen Jahr auch Setz’ neuester Roman, Indigo, schaffte. Für den Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes erhielt der Autor den Preis der Leipziger Buchmesse. Schon häufig wurde im Zusammenhang mit dem studierten Germanisten und Mathematiker die etwas wuchtige Bezeichnung »Genie« verwendet, aber ganz gleich, ob man dieses Wort nun in den Mund nehmen mag oder nicht: Genial ist das, was ich in den Frequenzen vorfinde, allemal.

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