David Grossman: Kommt ein Pferd in die Bar

Grossman - Kommt ein Pferd (c)

»Ja, das ist mein persönliches Tschernobyl«

Es ist so eine Sache mit den Erwartungen, immer läuft man Gefahr, enttäuscht zu werden. Im jüngsten Roman des israelischen Schriftstellers David Grossman, Kommt ein Pferd in die Bar (Hanser), finden sich Freunde des gepflegten Humors im Kabarett zusammen und hoffen auf einen kurzweiligen Abend. Und auch ich, die Leserin, habe Erwartungen. Gewiss nicht dieselben wie das Publikum: Grossmans Bücher bereiten keine vergnüglichen Stunden, sie schmerzen, sie rütteln auf, hallen lange nach. Stichwort: Liebe ist ein solches Buch, es war eine meiner intensivsten Lektüren überhaupt. Kaum erscheint etwas Neues von Grossman, komme ich nicht umhin, mich an diese eine Erfahrung zu erinnern, und schraube meine Erwartungen in die Höhe.

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