Jonathan Safran Foer: Hier bin ich

»Ich bin unterlebensgroß«

Wenn ich über den amerikanischen Schriftsteller Jonathan Safran Foer rede, dann kann ich das nur in Superlativen. Sein 2002 veröffentlichtes Debüt Alles ist erleuchtet zählt für mich zu den kühnsten, aufwühlendsten und schönsten Büchern überhaupt, Extrem laut und unglaublich nah drei Jahre später ist zumindest nah dran. Nun ist, nach dem Essay Tiere essen (2009) und dem Formexperiment Tree of Codes (2010), Foers dritter Roman erschienen, Hier bin ich. Er ist etwas schwächer als die beiden Vorgänger, aber immer noch um Längen besser als das allermeiste, was ich sonst lese. Klar, manchmal nervt dieser Autor, nerven seine Figuren mit ihrer Klugheit, ihrem Talent, ihrer Chuzpe, ja all ihrer Musterschülerhaftigkeit. Und trotzdem gehen mir auch nach Hier bin ich die Superlative nicht aus.

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