10 beste Indiebooks

Unter dem Hashtag #wereadindie wollen wir, das Team vom gleichnamigen Gemeinschaftsblog, Leserinnen und Leser dazu anregen, von ihren liebsten Büchern aus unabhängigen Verlagen zu erzählen. Freilich braucht es dazu keinen Anlass, es lohnt immer, über besondere Literatur zu reden, andere mit der eigenen Begeisterung anzustecken und sich wiederum anstecken zu lassen – wir Indie-Bloggerinnen und -Blogger tun das seit dreieinhalb Jahren unablässig. Und dennoch gibt es nun einen aktuellen Anlass: Im Frühjahr dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die jährlichen Ausschüttungen der VG Wort zu Unrecht auch an die Verlage gingen, sie seien lediglich Verwerter, keine Urheber; jetzt wurden die Rückzahlungsaufforderungen verschickt (mehr dazu hier). Kleinverlage trifft dies besonders hart, einigen droht gar die Insolvenz.

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Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde

Maia - Krieg der Bastarde (c)

»Wir lieben nur die, die sich widersetzen. Alle Übrigen dulden wir.«

Der Roman Krieg der Bastarde von Ana Paula Maia stand im Herbst 2013 auf der litprom-Bestenliste Weltempfänger und zweimal auf der Krimizeit-Bestenliste – zwei Listen, denen es grundsätzlich zu trauen gilt. »Eine rasante, manchmal geschmackvoll geschmacklose, bizarre, obskur detailverliebte und sehr witzige tour de force durch die brasilianische Gegenwart«, urteilt die eine; schlicht »furioso!« befindet die andere. Der Chihuahua, der hier neben vielen anderen grotesken Gestalten einen Auftritt hat, findet sich auf dem Cover der deutschen Erstausgabe wieder, erschienen im Münchener A1 Verlag. Weitaus greller kommt die Ausgabe der Büchergilde daher und wirkt damit auf den ersten Blick plump, erweist sich im zweiten Moment jedoch als konsequent: Die Ausstattung passt perfekt zu dieser wilden Geschichte, den überbelichteten Bildern, den schnellen Cuts, zu all den unerhörten Dingen, die geschehen.

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