Leipziger Buchmesse 2017

Die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sind Pflichtprogramm für mich. Nun mag sich manch einer wundern, dass er mich nie bei den Bloggerevents sichtet: Richtig, dort trifft man mich bedauerlicherweise selten an, stattdessen schlüpfe ich in meine Rolle als Literaturagentin und eile durch die Hallen, rede auf Lektoren ein, begleite Autoren. Bis tief in die Nacht schufte ich, smalltalke und netzwerke auf Lesungen, Empfängen, Feten – ein Knochenjob. Zu top secret und obendrein öde, um hier davon zu erzählen. Erwähnt werden sollen an dieser Stelle lediglich das charmante Speed-Dating der Elisabeth Ruge Agentur u.a. mit Julia Wolf, Hendrik Otremba und Alina Herbing sowie der schöne Pendragon-Krimiabend mit Willi Achten und Gudrun Lerchbaum. Außerdem sollen die Jungen Verlage am Freitag eine famose Party im Westwerk veranstaltet haben, doch ich erinnere mich an nichts.

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Sechs Lesungen

Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, sind Rückblicke naheliegend. Auch ich blicke zurück – allerdings nicht auf meine literarischen, musikalischen und filmischen Highlights 2016 (das folgt noch), sondern auf die Lesungen, die ich in den vergangenen Monaten besucht habe. Für gewöhnlich teile ich meine Eindrücke auf Facebook, eine Zusammenfassung gibt es in unregelmäßigen Abständen hier im Blog: Den Anfang machten vier Veranstaltungen im Frühjahr, nun folgen sechs hinreißende Herbst-Happenings. Und da am Jahresende nicht nur Rückblicke, sondern auch Vorschauen verlockend sind, kann ich an dieser Stelle schon verraten, dass ich mich 2017 unter anderem auf Lesungen mit Katharina Winkler, Isabelle Lehn, Shida Bazyar, Roman Ehrlich, Zsuzsa Bánk und Paul Auster freue.

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Talk Noir: Wir reden über Krimis und Geld

Im Frühjahr habe ich mich für We read Indie mit Wolfgang Franßen unterhalten, dem Gründer des zwei Jahren jungen Polar Verlages. Wolfgang macht nicht bloß Bücher, er hat auch ein Magazin, die Polar Gazette, sowie eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die sich der Noir-Literatur widmen. »Die Buchbranche ist im Umbruch«, sagt er. »Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Geschichten von Lesern angenommen werden. […] Hat es früher gereicht, ein Buch zu drucken und in den Buchhandel zu geben, erwarten die Leser von uns heute mehr. Zusätzliche Formate. In Gestalt von Blogs, Videos oder Online-Magazinen. Das Phänomen der Community hat das Erscheinungsbild und das Auftreten der Verlage bereits grundlegend verändert.«

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Vier Lesungen

Wer mir auf Facebook folgt, weiß, dass ich eine emsige Besucherin von Lesungen bin, hier im Blog berichte ich allerdings nur selten darüber. Nun soll es ja aber immer noch Menschen geben, die nicht in den sozialen Netzwerken verkehren, von vielen meiner literarischen Erlebnisse und Erleuchtungen sind sie somit ausgeschlossen. Dies darf nicht sein und deshalb werde ich ab sofort ausgewählte Happenings gesammelt in Wort und Bild rekapitulieren. Den Anfang machen vier Veranstaltungen, die im März und April an zwei meiner Lieblingsstätten Frankfurts stattfanden, dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm und dem Literaturhaus.

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Scharfe Stellen und die Bücher meines Lebens

Vorüber ist sie, die zehnte Ausgabe des immer wieder schönen und vielseitigen Literaturfests lesen.hören in der Alten Feuerwache Mannheim. Am Sonntagvormittag habe ich die Tür des Turmzimmers, das ich nun das dritte Jahr in Folge bewohnte, hinter mir geschlossen, ein letztes Mal die Mannheimer Quadrate durchquert und den Zug nach Frankfurt genommen. Zehn Veranstaltungen liegen hinter mir, sechzehn beinhaltete das Programm insgesamt. Den Abschluss bildeten Freitagnacht eine höchst vergnügliche Lesung, in der es schmutzig zuging, und am Samstagabend eine weitere Ausgabe des Formats »Die Bücher meines Lebens«, in dem ganz unterschiedliche Menschen ins Schwärmen geraten.

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Zwei Gipfeltreffen

Zweimal zwei Schriftsteller holte das Literaturfest lesen.hören am vergangenen Donnerstag und Freitag nach Mannheim und gewährte damit einen Einblick in vier Titel des aktuellen Frühjahrsprogramms: zum einen Marion Brasch und Michael Köhlmeier, zum anderen Thomas Glavinic und Peter Stamm. Dass es sich um vier Menschen mit wachem Verstand und Esprit handelte und die jeweiligen Gesprächspartner noch dazu einander gut kannten, machte es zu wunderbar lebendigen und erfrischenden Veranstaltungen.

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Eine Ohrfeige, Idiotie und Unrecht

Ein Roman, der derzeit in aller Munde ist. Eine Essaysammlung, die im vergangenen Jahr einige Preise gewann. Und ein Klassiker der deutschen Literatur, der an Aktualität nicht eingebüßt hat. An drei Abenden führte das Mannheimer Fest lesen.hören an drei verschiedene Orte – im geografischen wie im übertragenen Sinne: Einmal ging es in die hiesige Universität, ein anderes Mal in einen exklusiven Business Club auf dem Hafengelände, und selbst die Halle der Alten Feuerwache, Hauptaustragungsort des Festivals, sah anders aus als sonst. Darüber hinaus nahmen die drei Veranstaltungen das Publikum aber auch in ganz unterschiedliche literarische Welten mit, öffneten ganz unterschiedliche Denkräume.

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