Literarische Neuerscheinungen im Frühjahr 2018

Selten habe ich den Frühling so sehr herbeigesehnt wie jetzt! Nicht etwa wegen der Aussicht auf längere Tage, mildere Temperaturen und – damit einhergehend – fröhlichere Gemüter. Nein, sondern wegen zweier Romane, die in meinem Leben als Leserin und Agentin einen ganz besonderen Platz einnehmen: Im März erscheinen Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl und Beschreibung einer Krabbenwanderung von Karosh Taha, zwei literarische Debüts, die sich mit ihren unvergesslichen Figuren und ihrer poetischen Kraft in mein Herz geschlichen, ach was, es im Sturm erobert haben und deren Entstehen ich beinahe von Beginn an begleiten durfte. Jetzt erblicken sie endlich das Licht der Welt, mit den schönsten Gewändern, die man sich hätte wünschen können, und es ist eine wahnsinnig aufregende Zeit.

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Die Besten und Schönsten 2017

Was für ein Jahr! Klar, das Weltgeschehen hat uns mal wieder zugesetzt – da steht 2017 seinen Vorgängern in nichts nach. Aber weil wir ständig damit ringen und uns den Kopf zerbrechen über die großen und kleinen Krisen, weil wir an allem teilhaben und uns daran aufreiben, weil wir immerzu Wege suchen, um diese Welt zu einem etwas besseren Ort zu machen, und Tag für Tag müder werden, drücke ich an dieser Stelle mal auf die Pausentaste. Um das große Ganze soll es hier also nicht gehen, nein, die Rede ist von meinem ganz persönlichen Jahr. Das war nämlich trotz allem: super.

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Literarische Neuerscheinungen im Herbst 2017

Es ist Sommer, es ist heiß, wir brauchen dringend Abkühlung! Wie wäre es also mit einer Ladung frischer Herbstbücher? Die Verlage haben ihre neuen Programme unlängst vorgestellt, noch im Juli erscheinen die ersten Titel. Ich freue mich in dieser Saison besonders auf die Debüts von drei jungen Autorinnen und auf zwei Neuübersetzungen, auf Geschichten, die weit in die Vergangenheit reichen, auf einen Roman/Memoir/Essay über queere Liebe und auf einiges mehr. Und welche sind eure Herbsthighlights?

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Indiebookday 2017

Für manch einen gibt es im Jahr kein schöneres Fest als Weihnachten, andere freuen sich über die vielen langen Wochenenden im Mai und Juni. Für Freunde der besonderen Literatur ist der einzig wahre Feiertag der Indiebookday. Der Hamburger mairisch Verlag hat ihn 2013 initiiert, um die unabhängigen Verlage und ihre fantastischen Programme ins Bewusstsein der Leser zu bringen; ein paar Mitstreiterinnen und ich ließen uns von der Idee anstecken, riefen kurz darauf den Gemeinschaftsblog We read Indie ins Leben und berichten seither über Bücher abseits des Mainstreams. Einmal im Jahr, immer an einem Samstag im März, tun es uns Tausende von Lesern gleich und zeigen in den sozialen Netzwerken ihre neuesten und liebsten Indiebooks her.

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Literarische Neuerscheinungen im Frühjahr 2017

Kaum habe ich auf das alte Jahr zurückblickt, richtet sich meine Aufmerksamkeit auch schon auf das, was mir das neue bringt: sehr, sehr schöne Projekte im Job, eine bereits gebuchte Reise in die Ferne – und natürlich etliche Bücher. Das Frühjahrsprogramm steht an und hält einige aufregende Titel bereit, die ersten davon erscheinen bereits Ende des Monats. Mit dabei sind neue Werke von Jakob NolteCynan Jones, Jens Eisel und Roman Ehrlich, aber auch einige neue Stimmen. Dass mich auch in dieser Saison wieder das Düstere, Abseitige und Schräge anzieht, lassen allein schon die Buchcover und -titel erahnen. Lesenswert in diesem Zusammenhang: Sophie Weigands Plädoyer für abgründige Literatur, die sie als Chance begreift, als Bereicherung. In diesem Sinne hoffe ich, dass für jeden etwas dabei ist, und freue mich auf eure Entdeckungen und Empfehlungen.

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Die Besten und Schönsten 2016

Nun ist es dahin, dieses Jahr, und während man sonst immer etwas wehmütig zurückblickt, dürfte es diesmal ein allgemeines Aufatmen geben, so sehr hat uns 2016 zugesetzt. Hinsichtlich der weltpolitischen Lage war es, darin sind wir uns alle einig, kein gutes Jahr. Aber was mich angeht, war es das auch im Kleinen nicht: Es war kein gutes Lesejahr. Ich habe vergleichsweise wenig gelesen und noch weniger besprochen, einiges hat mir gefallen, aber das allerwenigste hat mich wirklich begeistert. Tatsächlich waren ein paar der schönsten Lektüren des Jahres beruflicher Art, aber über die darf ich noch nichts sagen (mit Ausnahme von Willi Achtens fulminantem Roman Nichts bleibt, der im Frühjahr bei Pendragon erscheint). Ein Glück, dass die Ausbeute in Sachen Film und Musik deutlich üppiger ausfiel. Hier also meine jeweiligen Top Fives in alphabetischer Reihenfolge.

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10 beste Indiebooks

Unter dem Hashtag #wereadindie wollen wir, das Team vom gleichnamigen Gemeinschaftsblog, Leserinnen und Leser dazu anregen, von ihren liebsten Büchern aus unabhängigen Verlagen zu erzählen. Freilich braucht es dazu keinen Anlass, es lohnt immer, über besondere Literatur zu reden, andere mit der eigenen Begeisterung anzustecken und sich wiederum anstecken zu lassen – wir Indie-Bloggerinnen und -Blogger tun das seit dreieinhalb Jahren unablässig. Und dennoch gibt es nun einen aktuellen Anlass: Im Frühjahr dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die jährlichen Ausschüttungen der VG Wort zu Unrecht auch an die Verlage gingen, sie seien lediglich Verwerter, keine Urheber; jetzt wurden die Rückzahlungsaufforderungen verschickt (mehr dazu hier). Kleinverlage trifft dies besonders hart, einigen droht gar die Insolvenz.

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