Indiebookday 2017

Für manch einen gibt es im Jahr kein schöneres Fest als Weihnachten, andere freuen sich über die vielen langen Wochenenden im Mai und Juni. Für Freunde der besonderen Literatur ist der einzig wahre Feiertag der Indiebookday. Der Hamburger mairisch Verlag hat ihn 2013 initiiert, um die unabhängigen Verlage und ihre fantastischen Programme ins Bewusstsein der Leser zu bringen; ein paar Mitstreiterinnen und ich ließen uns von der Idee anstecken, riefen kurz darauf den Gemeinschaftsblog We read Indie ins Leben und berichten seither über Bücher abseits des Mainstreams. Einmal im Jahr, immer an einem Samstag im März, tun es uns Tausende von Lesern gleich und zeigen in den sozialen Netzwerken ihre neuesten und liebsten Indiebooks her.

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Literarische Neuerscheinungen im Frühjahr 2017

Kaum habe ich auf das alte Jahr zurückblickt, richtet sich meine Aufmerksamkeit auch schon auf das, was mir das neue bringt: sehr, sehr schöne Projekte im Job, eine bereits gebuchte Reise in die Ferne – und natürlich etliche Bücher. Das Frühjahrsprogramm steht an und hält einige aufregende Titel bereit, die ersten davon erscheinen bereits Ende des Monats. Mit dabei sind neue Werke von Jakob NolteCynan Jones, Jens Eisel und Roman Ehrlich, aber auch einige neue Stimmen. Dass mich auch in dieser Saison wieder das Düstere, Abseitige und Schräge anzieht, lassen allein schon die Buchcover und -titel erahnen. Lesenswert in diesem Zusammenhang: Sophie Weigands Plädoyer für abgründige Literatur, die sie als Chance begreift, als Bereicherung. In diesem Sinne hoffe ich, dass für jeden etwas dabei ist, und freue mich auf eure Entdeckungen und Empfehlungen.

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Die Besten und Schönsten 2016

Nun ist es dahin, dieses Jahr, und während man sonst immer etwas wehmütig zurückblickt, dürfte es diesmal ein allgemeines Aufatmen geben, so sehr hat uns 2016 zugesetzt. Hinsichtlich der weltpolitischen Lage war es, darin sind wir uns alle einig, kein gutes Jahr. Aber was mich angeht, war es das auch im Kleinen nicht: Es war kein gutes Lesejahr. Ich habe vergleichsweise wenig gelesen und noch weniger besprochen, einiges hat mir gefallen, aber das allerwenigste hat mich wirklich begeistert. Tatsächlich waren ein paar der schönsten Lektüren des Jahres beruflicher Art, aber über die darf ich noch nichts sagen (mit Ausnahme von Willi Achtens fulminantem Roman Nichts bleibt, der im Frühjahr bei Pendragon erscheint). Ein Glück, dass die Ausbeute in Sachen Film und Musik deutlich üppiger ausfiel. Hier also meine jeweiligen Top Fives in alphabetischer Reihenfolge.

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10 beste Indiebooks

Unter dem Hashtag #wereadindie wollen wir, das Team vom gleichnamigen Gemeinschaftsblog, Leserinnen und Leser dazu anregen, von ihren liebsten Büchern aus unabhängigen Verlagen zu erzählen. Freilich braucht es dazu keinen Anlass, es lohnt immer, über besondere Literatur zu reden, andere mit der eigenen Begeisterung anzustecken und sich wiederum anstecken zu lassen – wir Indie-Bloggerinnen und -Blogger tun das seit dreieinhalb Jahren unablässig. Und dennoch gibt es nun einen aktuellen Anlass: Im Frühjahr dieses Jahres hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die jährlichen Ausschüttungen der VG Wort zu Unrecht auch an die Verlage gingen, sie seien lediglich Verwerter, keine Urheber; jetzt wurden die Rückzahlungsaufforderungen verschickt (mehr dazu hier). Kleinverlage trifft dies besonders hart, einigen droht gar die Insolvenz.

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Literarische Neuerscheinungen im Herbst 2016

Der Sommer lässt noch auf sich warten, in den vergangenen Tagen und Wochen regnete und stürmte es wie verrückt. Unter diesen Umständen kann man ruhigen Gewissens in den Verlagskatalogen für den Herbst blättern, zumal die neue Büchersaison ohnehin bereits Ende Juni beginnt. Und die hat es in sich: Allein die Tatsache, dass endlich wieder ein Roman des einzigartigen Jonathan Safran Foer erscheint, ist ein Grund zum Feiern. Aber auch sonst gibt es manch verheißungsvollen Titel, darunter – eine Premiere in dieser Rubrik – eine Handvoll Sachbücher. Hier sind sie also, meine Favoriten:

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Literarische Neuerscheinungen im Frühjahr 2016

Gerade haben wir alle noch auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, nun ist es an der Zeit, den Blick nach vorne zu richten. Beispielsweise auf all die exquisiten Bücher, die im Frühjahr erscheinen: das langersehnte neue Werk von Tilman Rammstedt etwa, dem wir ab dem 11. Januar sogar beim Schreiben zusehen können, oder die Erzählungen von Saša Stanišić; das Romandebüt von Isabel Bogdan, die vielen schon als Bloggerin und Übersetzerin ein Begriff sein dürfte; Texte von neuen jungen Stimmen wie Johannes Ehrmann, Stephan Reich und Jan Snela; spannende Stoffe aus Deutschland, Italien und den USA. Was auch immer das neue Jahr für uns bereithält – langweilig wird es angesichts dieser Ausbeute garantiert nicht.

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Die Besten und Schönsten 2015

Wieder ein Jahr geschafft. Ein Jahr voller inspirierender Begegnungen, Ereignisse und Projekte, die mich mit allerhand Autoren, Bloggern, Verlagsleuten und anderen fabelhaften Büchermenschen zusammenbrachten. Da waren das Mannheimer Literaturfest lesen.hören und die Frankfurter Lyriktage, die ich lauschend und schreibend begleitete, da war die Arbeit als Facebook-Redakteurin des Deutschen Buchpreises und als Jurymitglied des Buchjournal-Schreibwettbewerbes, und nicht zuletzt war da das E-Book Willkommen! Blogger schreiben für Flüchtlinge, das ich im Dezember gemeinsam mit Katharina Gerhardt, Ariane Novel, Nikola Richter, Frank O. Rudkoffsky und Eva Siegmund bei mikrotext herausgegeben habe.

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