Leipziger Buchmesse 2017

Die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sind Pflichtprogramm für mich. Nun mag sich manch einer wundern, dass er mich nie bei den Bloggerevents sichtet: Richtig, dort trifft man mich bedauerlicherweise selten an, stattdessen schlüpfe ich in meine Rolle als Literaturagentin und eile durch die Hallen, rede auf Lektoren ein, begleite Autoren. Bis tief in die Nacht schufte ich, smalltalke und netzwerke auf Lesungen, Empfängen, Feten – ein Knochenjob. Zu top secret und obendrein öde, um hier davon zu erzählen. Erwähnt werden sollen an dieser Stelle lediglich das charmante Speed-Dating der Elisabeth Ruge Agentur u.a. mit Julia Wolf, Hendrik Otremba und Alina Herbing sowie der schöne Pendragon-Krimiabend mit Willi Achten und Gudrun Lerchbaum. Außerdem sollen die Jungen Verlage am Freitag eine famose Party im Westwerk veranstaltet haben, doch ich erinnere mich an nichts.

Frankfurt ist für mich ein Heimspiel, unverhoffte Pausen nutze ich daher zur Regeneration. In Leipzig bin ich dagegen nur einmal im Jahr, und egal wie eng die Termine getaktet sind und wie lädiert ich bin, lasse ich es mir nicht nehmen, durch die Stadt zu flanieren. Und ich verliebe mich jedes Mal aufs Neue in sie. Einerseits die Weite, das Prachtvolle, andererseits die vielen maroden Orte und Brachflächen, die oft als Raum für Kunst und Kultur genutzt werden – das hat einen ungemeinen Reiz. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Südvorstadt und das Waldstraßenviertel verabschiedete ich mich von Leipzig mit einem vortrefflichen Pancake-Frühstück. Und ertappte mich dabei, wie ich mit dem Gedanken spielte, Frankfurt einfach den Rücken zu kehren und mich hier niederzulassen. Aber es gibt keinen Grund, voreilige Entschlüsse zu fassen, nach der Buchmesse ist bekanntlich vor der Buchmesse und der nächste Besuch somit nicht fern.

***

Die Messerückblicke der anderen:

» Sounds & Books 
» Pinkfisch
» Fräulein Julia
» Frank O. Rudkoffsky
» lustauflesen.de
» Poesierausch
» glasperlenspiel13
» Digitur

Advertisements

15 Kommentare zu „Leipziger Buchmesse 2017

  1. Tolle Fotos! Und ich muss zugeben: ich habe es bisher noch nicht in die Leipziger Innenstadt geschafft. Für die nächste Messe muss ich mir wohl endlich mal mehr Zeit einplanen!
    Liebe Grüße,
    Cara

    Gefällt mir

    1. Oh, dann solltest du dir das nächste Mal wirklich die Zeit nehmen, Leipzig ist schlichtweg wunderschön, vor allem die umliegenden Bezirke abseits des Zentrums.

      Lieben Gruß!
      caterina

      Gefällt mir

  2. Hihi, als ich Samstag durch Lindenau und Plagwitz schlenderte, stets die Kamera im Anschlag, dachte ich auch kurz: Vielleicht sollte ich nach Leipzig ziehen? Es ist so schön dort und tatsächlich kommt mir Berlin dagegen mittlerweile sehr angespannt vor…

    Gefällt mir

    1. In Plagwitz war ich am Freitagabend, aber da war es schon dunkel und es ging vornehmlich ums Biertrinken und Tanzen, ich habe also nicht allzu viel gesehen. 😉 Aber ich mochte den Flair, so viel steht fest. Und Lindenau kenne ich noch gar nicht. Vielleicht erkunde ich es ja beim nächsten Mal …

      Gefällt mir

  3. Wunderschöne Fotos! Hast du bei den Lesungen auch etwas von der Kneipenszene sehen können? Ich war bei Arno Dahmer im Café Puschkin – verwinkelt und sehr gemütlich. Da hatte ich gleich Lust, mal ein paar Abende in Leipziger Cafés oder Bars zu verbringen.

    Gefällt mir

    1. Ein paar Locations habe ich mitbekommen, ja. Das Café bau bau in der Nähe des Neuen Rathauses, das sehr gemütliche Café Kune in Neuschönefeld, die charmant-heruntergekommene Kneipe Noch Besser Leben in Plagwitz und nicht weit davon das Westwerk, wo wild getanzt wurde. Am Café Puschkin kam ich irgendwann auch vorbei, es ist mir auf Anhieb aufgefallen; ebenso das Volkshaus ein paar Häuser weiter. Ach, und im Café Telegraph habe ich hervorragend gefrühstückt. Leipzig ist in Sachen Cafés und Bars ziemlich lebendig, so mein Eindruck, auch ich hätte einige Lust, die Szene noch etwas genauer zu erkunden.

      Gefällt 1 Person

  4. Leipzig ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Habe sowohl in Leipzig als auch in Frankfurt schon viel Zeit verbracht und kann deine Sympathie für Leipzig durchaus verstehen. Aber letzten Endes hat natürlich jede Stadt schöne Ecken. In Leipzig sind sie nur sehr offensichtlich =).

    Gefällt mir

  5. Ach ist das herrlich. Ich habe mir dieses Mal auch mehr Zeit für andere Dinge genommen. Aber ich sollte mal raus aus alten Mustern und wieder Neues entdecken. Die Südvorstadt ist ja mehr oder weniger mein Kietz. Ich muss mal Richtung Plagwitz schauen und nehm deine Empfehlung gleich mal mit. DANKE! Meine Empfehlung für alle Leipzig-Liebhaber. Macht mal eine Bootsfahrt auf den Kanälen. Tolle Perspektiven.
    Schade, dass wir uns nun gar nicht gesehen haben. Das holen wir nach…
    Bis bald!

    Gefällt mir

    1. Durch Plagwitz will ich auch noch mal schlendern, da scheint es sehr nett zu sein, sehr lebendig. Und danke für den Tipp mit der Bootsfahrt, das klingt toll!

      Und ja, wir sollten uns unbedingt mal wieder sehen. Zum Glück brauchen wir ja dazu nicht die Buchmesse, weder die Leipziger noch die Frankfurter. 😉 Wir bekommen das hin.

      Liebste Grüße
      c

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Caterina,

    als (Wieder-) Einsteiger in die Literaturblog-Szene fällt es ganz schön schwer, einen Überblick über anstehende Events zu gewinnen und den Fuß erst einmal in die Tür zu bekommen. Immerhin habe ich mich nun schon einmal für die FBM17 registriert. Mal schauen, ob eine Akkreditierung folgt. Nach Deinem Artikel werde ich das Gefühl nicht los, dass ich ansonsten so einiges verpassen könnte.

    Wie bist denn Du „damals“ in die Szene hineingekommen? Hast Du vielleicht den einen oder anderen Tipp für mich?

    LG
    Stefan

    PS: Ich liebe Deine Fotos! 🙂

    Gefällt mir

    1. Lieber Stefan,
      freut mich, dass dir meine Fotos gefallen.

      Ein Besuch der Frankfurter Buchmesse ist auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang, um einen Fuß in die »Szene« zu bekommen. Da werden zahlreiche Bloggerevents organisiert, Verlage laden zu exklusiven Autorengesprächen und -lesungen und abends zu ihren Empfängen und Partys ein. Eine gute Gelegenheit, nicht nur mit den Verlagsleuten, sondern auch mit anderen Bloggern ins Gespräch zu kommen, so findest du ganz automatisch Anschluss. Ich selbst bin zwar, wie oben im Artikel erwähnt, selten dabei, aber die Wege kreuzen sich erfahrungsgemäß trotzdem immer wieder.

      Ansonsten empfehle ich, schon vor der Messe Kontakt zu Bloggern aufzunehmen, indem du kommentierst (was du ja hier schon tust) und dich bestenfalls auch auf Facebook und dergleichen blicken lässt. So werden die anderen aufmerksam auf dich, man tauscht sich aus und ist einander nicht mehr fremd, wenn man sich dann auf der Messe zum ersten Mal begegnet.

      Viele Grüße,
      caterina

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s