Talk Noir: Wir reden über Krimis und Geld

talk noir _ ausschnitt

Im Frühjahr habe ich mich für We read Indie mit Wolfgang Franßen unterhalten, dem Gründer des zwei Jahren jungen Polar Verlages. Wolfgang macht nicht bloß Bücher, er hat auch ein Magazin, die Polar Gazette, sowie eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die sich der Noir-Literatur widmen. »Die Buchbranche ist im Umbruch«, sagt er. »Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Geschichten von Lesern angenommen werden. […] Hat es früher gereicht, ein Buch zu drucken und in den Buchhandel zu geben, erwarten die Leser von uns heute mehr. Zusätzliche Formate. In Gestalt von Blogs, Videos oder Online-Magazinen. Das Phänomen der Community hat das Erscheinungsbild und das Auftreten der Verlage bereits grundlegend verändert.«

Ein paar Monate nach diesem Gespräch bekomme ich eine Mail von Wolfgang: ob ich nicht bei seiner Reihe Talk Noir mitmachen wolle? Und ob ich will! Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich nicht um das klassische Lesungsformat, es geht vielmehr um den Austausch: Drei Literaturschaffende reden über drei Bücher zu einem Thema, und das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, mitzulesen und mitzudiskutieren. Der Fokus liegt dabei auf Literatur abseits des Mainstreams, auf Werken, die nicht bereits in aller Munde sind und vorzugsweise in kleineren Verlagen erscheinen. Ableger der Reihe gibt es in Hamburg, dem Sitz des Polar Verlages, sowie in Berlin und Münster, nun kommt sie also auch nach Frankfurt. Und das Thema der ersten Ausgabe lautet, passend zur Stadt, »Krimi und Geld«.

talk noir plakatNeben dem Initiator Wolfgang und mir ist der Kritiker Alf Mayer mit an Bord. In exakt drei Wochen, am 19. September, kommen wir in der Weinbar Luise im Nordend zusammen, im Gepäck drei Noir-Romane, die auf ganz unterschiedliche Weise von schmutzigen Geschäften erzählen und zeigen, wie facettenreich die Spannungsliteratur ist: Nathan Larsons Zero One Dewey (Polar Verlag), Dominique Manottis Schwarzes Gold (Argument/Ariadne) und Ross Thomas’ Fette Ernte (Alexander Verlag). Mit derart gutem Stoff kann der Abend eigentlich nur gelingen. Also, ihr kulturbeflissenen Frankfurter und Frankfurtbesucher, schaut vorbei, bringt Freunde mit, genehmigt euch ein Glas Wein und hört zu oder – besser noch – stimmt ein ins Gespräch. Ich freue mich drauf.

Advertisements

4 Gedanken zu “Talk Noir: Wir reden über Krimis und Geld

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s