Der Sommer lässt noch auf sich warten, in den vergangenen Tagen und Wochen regnete und stürmte es wie verrückt. Unter diesen Umständen kann man ruhigen Gewissens in den Verlagskatalogen für den Herbst blättern, zumal die neue Büchersaison ohnehin bereits Ende Juni beginnt. Und die hat es in sich: Allein die Tatsache, dass endlich wieder ein Roman des einzigartigen Jonathan Safran Foer erscheint, ist ein Grund zum Feiern. Aber auch sonst gibt es manch verheißungsvollen Titel, darunter – eine Premiere in dieser Rubrik – eine Handvoll Sachbücher. Hier sind sie also, meine Favoriten:

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J. G. Ballard: High-Rise.
Aus dem Englischen von Michael Koseler. Diaphanes, 30. Juni 2016, 224 Seiten, 16,95 €.

Sara Baume: Eine Reise zu den traurigen Orten.
Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren. Rowohlt, 26. August 2016, 288 Seiten, 19,95 €.

Joshua Cohen: Solo für Schneidermann.
Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach. Schöffling & Co., 2. August 2016, 536 Seiten, 26,00 €.

László Darvasi: Wintermorgen. Novellen.
Aus dem Ungarischen von Heinrich Eisterer. Suhrkamp, 10. Oktober 2016, 348 Seiten, 24,00 €.

Jonathan Safran Foer: Hier bin ich.
Aus dem amerikanischen Englisch von Henning Ahrens. Kiepenheuer & Witsch, 10. November 2016, 26,00 €.

Gomes/Thermann: Berge, Quallen.
Diaphanes, 19. September 2016, 320 Seiten, 22,95 €.

Andrew Michael Hurley: Loney.
Aus dem Englischen von Yasemin Dincer. Ullstein, 9. September 2016, 384 Seiten, 22,00 €.

Nicola Lagioia: Eiskalter Süden.
Aus dem Italienischen von Monika Lustig. Secession, 29. August 2016, 490 Seiten, 28,00 €.

Isabelle Lehn: Binde zwei Vögel zusammen.
Eichborn, 12. August 2016, 191 Seiten, 18,00 €.

Ottessa Moshfegh: McGlue.
Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Liebeskind, 22. August 2016, 144 Seiten, 16,00 €.

Karolina Ramqvist: Die weiße Stadt.
Aus dem Schwedischen von Antje Rávic Strubel. Ullstein, 14. Oktober, 192 Seiten, 18,00 €.

Boris Schumatsky: Die Trotzigen.
Blumenbar, 18. Juli 2016, 384 Seiten, 20,00 €.

Tommy Wieringa: Dies sind die Namen.
Aus dem Niederländischen von Bettina Bach. Hanser, 25. Juli 2016, 272 Seiten, 22,00 €.

Callan Wink: Der letzte beste Ort. Stories.
Aus dem amerikanischen Englisch von Hannes Meyer. Suhrkamp, 8. August 2016, 250 Seiten, 22,00 €.

Philipp Winkler: Hool.
Aufbau, 19. September 2016, 310 Seiten, 19,95 €.

Sibylle Berg: Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten.
Hanser, 26. September 2016, 160 Seiten, 16,00 €.

Andrea Diener: Ab vom Schuss. Reisen in die internationale Provinz.
Rowohlt Polaris, 20. Januar 2017, 320 Seiten, 14,99 €.

Carolin Emcke: Gegen den Hass.
S. Fischer, 13. Oktober 2016, 208 Seiten, 20,00 €.

Ramita Navai: Stadt der Lügen. Liebe, Sex und Tod in Teheran.
Aus dem Englischen von Yamin von Rauch. Kein & Aber, 7. Juli 2016, 352 Seiten, 22,00 €.

Margarete Stokowski: Untenrum frei.
Rowohlt, 26. August 2016, 224 Seiten, 19,95 €.

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Die Herbstauslesen anderer Blogger:

» Zeichen und Zeiten
» Muromez
» Stefan Mesch
» We read Indie

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19 Kommentare zu „

    1. Es ist ja nicht so, dass ich die dann tatsächlich auch alle lese, vieles erledigt sich mit der Zeit von selbst und anderes kommt hinzu. Aber allein einen groben Überblick zu haben beruhigt mich schon. 😉

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  1. Hilfe – wann soll ich das alles lesen? Auf Deine JG Ballard Rezension freue ich mich dann schon, „High Rise“ möchte ich auch noch lesen, Herr Ballard winkt schon länger fröhlich aber etwas vorwurfsvoll vom Regal herunter. Ansonsten hast Du mich auf die Damen Berg, Ramqvist, Stokowski und Emcke neugierig gemacht *seufz* 😉

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    1. Offen gestanden sagte mir Ballard gar nichts, ich bin zuerst auf den Film aufmerksam geworden, der nächsten Monat anläuft. Gut zu wissen, dass es dazu eine Romanvorlage gibt, ich bin schon gespannt.

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    1. Stimmt, der Roman scheint schon lange vergriffen zu sein. Ich nehme an, diaphanes hat ihn auch neu übersetzen lassen, leider gibt’s dazu auf der Webseite (noch) keine Info.

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      1. Hatte ich auch direkt geschaut und dann aufgrund der fehlenden Info geglaubt, dass hier vor allem die Publicity um die Verfilmung die Neuveröffentlichung angetrieben hat und das Buch darum vllt. doch nicht übersetzt wurde. Aber ich hoffe natürlich das Beste 🙂

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      2. Das könnte man sicher einigen Verlagen unterstellen, aber nicht diaphanes, die viele vergessene Bücher wieder zugänglich machen, auch ganz ohne Hype. Etwa das komplette Werk von Georges Perec – laut Ankündigung im Vorschaukatalog haben sie nun das Gleiche mit Ballard vor.

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    1. Ich habe den Roman leider immer noch nicht gelesen, nur ein paar Rezensionen, die allerdings eher gemäßigt ausfielen. Im November liest Isabelle Lehn in Frankfurt, da werde ich mir dann hoffentlich eine eigene Meinung bilden können.

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  2. Das Buch von Sara Baume erschien dann doch unter dem titel „Die kleinsten, stillsten Dinge“ und das ist es auch: ein kleines, stilles, großartiges Buch. 🙂
    Stöbere hier grade ein wenig auf dem Blog, der mir sehr gut gefällt. Bin sonst eher nicht so in der Netzwelt unterwegs, nehme mir aber mal vor, öfter vorbei zu schauen.
    Bei dem Lesungen von Zsuzsa Bánk und Paul Auster werde ich übrigens auch sein.
    Und wie schade, dass ich Tilman Rammstedt & Saša Stanišić verpasst habe. Saša S. hatte ich aber letztes Jahr auch im Literaturhaus gesehen/gehört (wie sagt man bei Lesungen? ;-))
    In der Romanfabrik sind übrigens auch immer gute literarische Veranstaltungen, falls du das nicht so auf dem Schirm hast. Ich gehe da sehr gerne hin.

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    1. Liebe Christina,
      wie schön, dass du hierher gefunden und ein paar Zeilen hinterlassen hast. Ich hoffe, du hast beim Stöbern ein paar Dinge für dich entdeckt.

      In der Romanfabrik bin ich auch gelegentlich, Jan Costin Wagner und Stephan Thome habe ich dort zum Beispiel bereits gesehen (& gehört 😉 ). Ein schöner Ort, wenn auch leider etwas ab vom Schuss!

      Lieben Gruß und bis bald,
      caterina

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