#netzrundschau 02/2016

Während ich hauptsächlich damit beschäftigt war, in Mannheim Menschen beim Lesen zuzuhören, haben meine BloggerkollegInnen in diesem Monat allerhand Schönes fabriziert. Zum Beispiel haben sie – hört, hört – über Bücher und Autoren geschrieben, und zwar in vielerlei Form. So hat Tobias vom buchrevier den Leserbrief für sich entdeckt und unter anderem Benjamin von Stuckrad-Barre und Ronja von Rönne an seinen Gedanken teilhaben lassen. Jan Drees (Lesen mit Links) stellt unter dem Titel »VIER x« je vier Bücher zu einem Thema vor, zuletzt zu Mexiko und zum Tod. Kaffeehaussitzer Uwe ist einen Tag lang mit Daniel Woodrell durch Berliner Cafés gestreift. Und Jochen von lustauflesen.de hat in seiner Reihe »merk=würdig« über den Sinn und Unsinn von literarischen Kanons nachgedacht.

mairisch goes Amsterdam!mairisch goes Amsterdam!

Es gab auch jede Menge spannende Interviews: Sophie von Literaturen zum Beispiel hat sich mit der Schriftstellerin Annika Reich über den piqd-Kanal »Literatenfunk« unterhalten, über den ich bereits im vergangenen Monat berichtete. Janine, eine der Bloggerinnen von Das Debüt, sprach mit Anna Jung vom Jung und Jung Verlag über das Schreiben, Lesen und Verlegen von Erstlingswerken. Und die Damen und Herren vom mairisch Verlag tun gerade nichts anderes, als Gespräche zu führen. Die befinden sich nämlich gerade in Amsterdam und hören sich in der dortigen Literaturszene um, stellvertretend sei besonders auf das Porträt der aufregenden Verlagsneugründung Das Mag verwiesen. Außerdem hat mairisch-Autor Dorian Steinhoff einen hinreißenden Text über seinen Besuch in Amsterdam geschrieben.

Auch der Blog Sätze & Schätze befasst sich anlässlich des diesjährigen Gastlandauftritts der Niederlande auf der Frankfurter Buchmesse mit der einheimischen Literatur (Teil 1 und 2), Miriam von 1001 Bücher tut es in ihrer Reihe »Nederlandstalig!« sowieso. Gérard, Betreiber von Sounds & Books, hat indes die HAM.LIT 2016 besucht, wiederum veranstaltet vom mairisch-Verleger Daniel Beskos gemeinsam mit Lucy Fricke. Und die Bücherliebhaberin (glasperlenspiel13) hat sich in Mainz mit den Verlegerinnen des Peter Hammer Verlages und des Kindermann Verlages zum Frühstück getroffen. Simone alias die Klappentexterin besinnt sich derweil auf all die literarischen Schätze, die im Regal stehen, statt den Verlockungen des Neuen zu erliegen.

Und natürlich verging auch der Februar nicht, ohne dass über die Rolle der Blogger diskutiert wurde. In der Zeit gab es einen unerfreulichen, weil undifferenzierten Artikel über Buchblogger, auf den Tobias vom buchrevier mit der Forderung reagierte, endlich zwischen Buch- und Literaturbloggern zu unterscheiden, womit er sich wiederum eine launige Erwiderung von Herrn Booknerd einkassierte. Im Börsenblatt ließ der Titel einer Umfrage vermuten, nun hätte selbst der Buchhandel ein Problem mit Bloggern, die Ergebnisse waren dann aber doch recht versöhnlich. Und im Blog von edel & electric erklärte Maria-Christina Piwowarski, Buchhändlerin im Berliner Laden ocelot, in einer flammenden Rede, warum sie kein Verständnis dafür hat, wenn Autoren und Blogger auf Amazon verlinken.

Button Netzrundschau

 

7 Gedanken zu “#netzrundschau 02/2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s