Literarische Neuerscheinungen im Herbst 2014

Wieder ist ein halbes Jahr um, wieder gibt es meinen persönlichen Einblick in die kommende Büchersaison. Diesmal jedoch mit einer Neuerung: Zusätzlich zu meinen Highlights im Bereich der Gegenwartsliteratur stelle ich euch ab sofort auch eine Handvoll Spannungstitel vor – siehe unten. Die Ausbeute ist wie immer üppig, auf einige Werke freue ich mich ganz besonders. Da ist natürlich der neue Roman von Nino Haratischwili, Das achte Leben (Für Brilka), dessen Leseprobe mich bereits begeistern konnte; außerdem Michele Serras Die Liegenden, das ich im Original gelesen und geliebt habe; Es bringen, der Debütroman von Verena Güntner, der mir zuerst beim Klagenfurter Wettlesen vergangenes Jahr begegnet ist; der wunderschön gestaltete Erzählband Wir haben Raketen geangelt, dessen Autorin mir bisher als Illustratorin bekannt war (sie schuf unter anderem die Logos vom Indiebookday und von We read Indie); und zu guter Letzt Deutscher Meister von Stephanie Bart, der für mich zu den aufregendsten Titeln des Bücherherbstes gehört. Hier sind sie – in alphabetischer Reihenfolge:

Stephanie Bart: Deutscher Meister.
Hoffmann & Campe, Hamburg, 12. August 2014, 384 Seiten, 22,00 €.

Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr.
S. Fischer, Frankfurt, 21. August 2014, 320 Seiten, 19,99 €. 

Verena Güntner: Es bringen.
Kiepenheuer & Witsch, Köln, 14. August 2014, 256 Seiten, 18,99 €.

Yannick Haenel: Die bleichen Füchse.
Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Rowohlt, Reinbek, 26. September 2014, 208 Seiten, 18,95 €.

Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka).
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt, 1. September 2014, 1280 Seiten, 34,00 €.

Saskia Hennig von Lange: Zurück zum Feuer.
Jung und Jung, Salzburg, 28. August 2014, 216 Seiten, 19,90 €.

Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt.
Hanser, München, 25. August 2014, 240 Seiten, 19,90 €.

André Kubiczek: Das fabelhafte Jahr der Anarchie.
Rowohlt Berlin, Berlin, 29. August 2014, 256 Seiten, 19,95 €.

Tao Lin: Taipeh.
Aus dem Englischen von Stephan Kleiner. DuMont, Köln, 20. August 2014, 300 Seiten, 19,99 €.

Teresa Präauer: Johnny und Jean.
Wallstein, Göttingen, August 2014, 160 Seiten, 19,90 €.

Kerstin Preiwuß: Restwärme.
Berlin Verlag, Berlin, 14. Juli 2014, 240 Seiten, 18,99 €.

Michele Serra: Die Liegenden.
Aus dem Italienischen von Julika Brandestini. Diogenes, Zürich, Oktober 2014, 160 Seiten, 16,90 €.

Karine Tuil: Die Gierigen.
Aus dem Französischen von Maja Ueberle-Pfaff. Aufbau, Berlin, 18 August 2014, 479 Seiten, 19,95 €. 

Steven Uhly: Königreich der Dämmerung.
Secession, Zürich, 25. August 2014, 677 Seiten, 29,95 €.

Florian Wacker: Albuquerque.
Mairisch, Hamburg, September 2014, 160 Seiten, 16,90 €.

Pia Ziefle: Länger als sonst ist nicht für immer.
Arche, Hamburg, 1. September 2014, 320 Seiten, 19,99 €.

Herbst 2014 - Spannung

Mark Billingham: Die Lügen der Anderen.
Aus dem Englischen von Peter Torberg. Atrium, Zürich, 20. August 2014, 416 Seiten, 19,99 €.

Maxim Leo: Waidmannstod.
Kiepenheuer & Witsch, Köln, 10. September 2014, 288 Seiten, 14,99 €.

David Monteagudo: Wolfsland.
Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Rowohlt, Reinbek, 30. Januar 2015, 272 Seiten, 19,95 €.

Nic Pizzolatto: Galveston.
Aus dem Amerikanischen von Gunter Blank. metrolit, Berlin, 18. August 2014, 253 Seiten, 20,00 €.

Carl-Johan Vallgren: Schattenjunge.
Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt. Heyne, München, 1. September 2014, 400 Seiten, 19,99 €. 

Jeff VanderMeer: Auslöschung.
Aus dem Amerikanischen von Michael Kellner. Kunstmann, München, 10. September 2014, 240 Seiten, 16,95 €.

Joakim Zander: Der Schwimmer.
Aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein und Nina Hoyer. Rowohlt, Reinbek, 1. September 2014, 432 Seiten, 14,99 €.

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11 Kommentare zu „Literarische Neuerscheinungen im Herbst 2014

    1. Nachdem ich meinen Blog bereits vor über einem Jahr für den anspruchsvollen Krimi geöffnet habe, war es längst überfällig, ihm auch in meiner Rubrik „Literarische Neuerscheinungen“ einen Platz einzuräumen. Bisher ist die Spannungsliteratur da leider etwas untergegangen, dabei habe ich sie beim Durchstöbern der Verlagsvorschauen genauso im Blick wie die Gegenwartsliteratur. Und falls du dich fragst, warum ich die Auswahl nicht wie oben erläutert habe – nun, das liegt daran, dass ich keinen der Autoren kenne, es keine Wiedersehen gibt, es sind schlichtweg Titel, die meine Aufmerksamkeit geweckt haben.

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    1. Von Uhly habe ich noch nichts gelesen, nicht einmal sein viel gelobtes Glückskind, die Thematik hatte mich einfach nicht angesprochen. Sein neues Werk reizt mich hingegen sehr – wären da nicht die knapp 700 Seiten. Die Herausforderung, vor die uns Nino stellt, ist doch schon groß genug… 😉

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  1. Schöne Vorschau, vielen Dank!
    Thriller sind mein Genre ja eigentlich nicht, aber in den „Schwimmer“ habe ich schon reinlesen können – da hört man ja gar nicht wieder auf…

    Auf einen schönen Leseherbst,
    herzliche Grüße

    Sonja

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  2. Es ist immer anregend in Deinen Zusammenstellungen zu stöbern. Der Roman von Köhler könnte mich reizen, auch wenn Dehydration im Death Valley kein Kunststück ist.
    Bei mir stehen auf jeden Fall die neuen Titel von Wilhelm Genazino, Markus Orths und Wolf Haas auf dem Programm. Der Rest ist noch offen.
    Freundliche Grüße,
    Atalante

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    1. Freut mich, wenn meine Vorschauvorschauen anregend sind. Allerdings ist der Titel von Karen Köhler kein Roman, sondern ein Erzählband – noch darf ich dazu nichts sagen, nur so viel: Ich bin nicht nur ins Äußere verliebt!
      Haas habe ich auch notiert, aber ich muss gestehen, dass ich noch keinen seiner Brenner-Romane gelesen habe, weshalb ich den neuen zwar zur Kenntnis genommen habe, aber lesen werde ich ihn wohl vorerst nicht, da gibt es ja noch genug andere zu entdecken. Von Haas‘ Romanen außerhalb der Reihe ganz zu schweigen.

      Einen wundervollen Bücherherbst wünsche ich dir!

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  3. Liebe caterina, eins steht schon mal fest: Das sind alles wundervolle Cover! Und noch was: Ich freu mich auf den Bücherherbst! Wobei…wenn man’s mal genau betrachtet, stecke ich ja schon mittendrin. Was soll ich sagen? Er ist genauso schön wie er aussieht. Danke für deine feine Übersicht, bei der ich einige Parallelen entdeckt habe.

    Sei lieb gegrüßt,
    Klappentexterin

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    1. Auch ich habe schon erste Fühle ausgestreckt und hier und da reingelesen – und ja, es sind einige ganz besondere Perlen dabei, Karen Köhler zum Beispiel entzückt mich mit ihren Geschichten! Da stimmen Form und Inhalt absolut überein – ein Buch, das glücklich macht. Ich hoffe – nein, ich weiß, dass dazu auch einige andere Herbsttitel in der Lage sind. Ich freue mich ebenso darauf wie du!

      Herzlichst,
      caterina

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