Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden

Reinhard Jirgl - Nichts von euch auf Erden (c)

»Die Welt, ein Lazarett aus Krüppeln und Irren, ein Massengrab für den Rest« 

Allein der Prolog von Reinhard Jirgls neuem Roman Nichts von euch auf Erden, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2013 steht, ist eine Herausforderung. »Damit wir nicht vergessen das Land das in den Abend gehend Dienacht betrat, u: in diesem Land wuchs, schneller als des Menschen Geist, des Menschen=Gier….. Trieb in andere Länder mit Glaube=Waffen=Geld«, lauten die ersten kryptischen Zeilen. Und weiter: »Da schoß hinauf & stärker als je zuvor in diesem Nacht=Land DIEANGST…..« und immer so fort. Erzählt wird uns hier, wie die Menschheit sich selbst und die Erde zugrunde gerichtet hat und deshalb Platz sucht auf einem anderen Planeten in unserem Sonnensystem: »Mensch aber wäre nicht-Mensch wüßt er sich nicht immer zu trösten : Zu !Densternen !Auf Zu-den-Sternen Zu den !Sternen=!hinauf«.

Kurz atme ich auf, als es nach dem Prolog ganz gewöhnlich – wenn auch in einem sehr nüchternen, berichtartigen Stil – weitergeht: Was folgt, ist eine Art Handbuch für die Mars-Bewohner, genauer gesagt für eine Kommission, die sich auf dem Weg zur Erde befindet und darüber aufgeklärt werden soll, wie es zur Emigration kam und was seither auf dem Heimatplaneten geschehen ist. »Die Welt, ein Lazarett aus Krüppeln und Irren, ein Massengrab für den Rest«: Sich immer mehr zuspitzende Konflikte führten im 23. Erdzeitjahrhundert zur strikten Separation der Völker und gleichzeitig zur Besiedelung von Mond und Mars, und zwar durch »moralisch, sozial, hygienisch Mißliebige«. Zwangsevakuierung quasi. Das wiederum hatte auf der Erde »ein sanftes Ermatten und Abklingen jeglicher vitalen Steigerungs- und Bemächtigungstriebe« und somit ein Leben in vollkommener Friedfertigkeit zur Folge. Oder anders: »Das Interesse an Welt ist allumfassend erloschen«.

Auf diese »Einführung« folgt das »Erste Buch« mit dem Titel Die Toten. Und mit ihm kehren die eigenwillige Orthographie und Zeichensetzung des Prologs zurück, so wird es nun für den Rest des gut fünfhundert Seiten langen Romans weitergehen. Die Geschichte wird von nun an aus der Sicht eines Erdenbewohners erzählt, der in der Hauptstadt des zentraleuropäischen Blocks lebt und bald in das Erwachsenenalter eintritt, sodass er endlich »Den=Bund« mit seiner Jugendliebe schließen kann. Wir schreiben inzwischen das 25. Erdzeitjahrhundert, unser junger Held wird Zeuge der Rede, die die Abgesandten vom Mars an die Menschheit richten: Sie prangern ihre Emotions- und Tatenlosigkeit an und werfen ihr vor, »langes Hinsterben mit Frieden verwexelt« zu haben. Aufgerüttelt gehört dieses lethargische, trübsinnige Erdenvolk!

Und zwar nicht ganz uneigennützig, denn die Mars-Bewohner haben vor, in ein paar Jahren vorübergehend zur Erde zurückzukehren, um das »Projekt Uranus« vollziehen zu können: Dieses beinhaltet die Korrektur der Achsenneigung, um eine erdähnliche Atmosphäre zu erschaffen und aus dem Planeten endlich eine zweite Erde zu machen. Aber zurück zu unserem Helden: Unter den Delegierten befindet sich seine Mutter, von deren Existenz er bisher nichts wusste. Da sie für die Mars-Regierung nicht länger tragbar ist, wählt sie den Tod, ausgeführt übrigens von ihrem Sohn höchstselbst; zuvor veranlasst sie jedoch, dass ebendieser in ihre Fußstapfen tritt und ordentlicher Sachbearbeiter bei der Interplanetaren Wissenschaftskonferenz auf dem Mars wird. Wie praktisch, wo doch Der=Bund ohnehin eine körperliche Trennung der Eheleute vorsieht.

Und so kommt es, dass der Erzähler im »Zweiten Buch« namens Dersturm zunächst auf den Erdmond versetzt wird, wo er mit der Zuteilung der Arbeitskräfte für den Bergbau betraut wird, und schließlich auf den Mars, wo er für die Sicherung sämtlicher noch kursierender biomorfologischer Bücher zuständig ist. Dabei handelt es sich – vereinfacht ausgedrückt – um lebendige Bücher, die einst zur »Generierung einer neuen Menschheit« entwickelt wurden, was jedoch außer Kontrolle geriet. Nun werden sie von Mars-Guerillas in Umlauf gebracht, um die Bevölkerung zu manipulieren und so die Pläne der Regierung zu torpedieren. Kaum hat der Held seinen Auftrag entgegengenommen (in Wirklichkeit sind wohl mehrere Jahre vergangen), wird schon der Startschuss zum Projekt Uranus gegeben und die komplette Mars-Bevölkerung evakuiert. – Und dann geht alles mit einem überraschenden und gewaltigen Krawumm zu Ende.

Dass wir diese Geschichte überhaupt zu lesen bekommen, verdanken wir den biomorfologischen Büchern: »Menschen brauchen uns Bücher, / aber wir Bücher brauchen / Menschen nicht. Das folgende Buch / wird von Büchern für Bücher geschrieben«, so steht es im letzten Teil, dem »Buch der Kommentare«, auf das ein etwa dreißig Seiten langer Fußnotenapparat folgt. Klingt alles sehr abgefahren? Ist es auch. Und ob ich die Geschichte wirklich durchdrungen habe, möchte ich bezweifeln – die oben stehende Handlungsskizze ist lediglich ein kläglicher Versuch, Herr der zahlreichen Rätsel zu werden, die mir dieser Roman aufgibt. Allen voran: die Rolle des Protagonisten. Ist er am Anfang noch ein Naivling und Opportunist, dem seine KZ-offiziersähnliche Stelle im Mondbergbau »ein Gefühl innerer Ruhe & Zufriedenheit verschaffte«, so scheint er bei den Vorbereitungen für das Projekt Uranus der Einzige zu sein, der die Sinnlosigkeit des Vorhabens erkennt:

Die-Probleme=in-den-Erdgesellschaften müssen !auf=der-Erde gelöst werden […], jeder Schritt ins All ist ein Schritt in die !verkehrte Richtung. Man wiederholt auch in der Lebenfeindlichsten Fremde was man auf=Erden bereits angerichtet hat: mit gesteigerter Menschen=Bestialität Wissenschaften & Techniken einzusetzen für die-Entfaltung des ungeheuersten gegen:seitigen Terrors….. […] Deshalb: !Alle Notausgänge von der Erde !zumauern. Deshalb: !Alle Fluchtwege !versperren, sämtliche Unternehmungen zur Mars-Korrektur !sabotieren. Deshalb: Weltraumflugzeuge & Astrotechniken !konfiszieren & solange unter=Verschluß=halten, bis auf=!Erden die Probleme gelöst. Denn wer Dasall betritt, muß zuvor !befreit sein von seiner Unfreiheit, seiner alten=Herkunft=aus-Krieg&stürmen….. Vielleicht werden nur wenige bestehen; vielleicht wird nicht 1 Densturm überleben: ?!Was aber wäre damit schon verloren –.

Immer wieder im Verlauf der Geschichte taucht ein »Fremder« auf und klärt den Helden über die Blindheit des Menschengeschlechts auf, das unaufhaltsam ins eigene Verderben rennt. Zum Schluss stellt sich heraus, dass er zur Mars-Guerilla gehört: Hat er den Helden auf seine Seite gezogen? Ist dieser etwa für das kolossale Scheitern der Projekts Uranus und für das damit einhergehende Ende von allem mitverantwortlich? Obwohl der Roman sich über fünfhundert Seiten erstreckt, bleibt vieles unausgesprochen und unklar; wieder und wieder drängt sich mir die Frage auf, wie alles zusammenhängt. Es gibt unzählige Motive, die nicht miteinander verknüpft werden und deren Bedeutung für die Geschichte nur schwer greifbar ist. Stattdessen verliert sich Nichts von euch auf Erden in ermüdenden Dialogen und Beschreibungen, leidet unter etlichen Längen und Redundanzen.

Dabei weist Jirgls Werk durchaus brillante Passagen auf, die zwischen sprachgewaltig-furios, schaurig-surreal und vergnüglich-kalauernd changieren. Es gibt Szenen, die die wohlbekannte Motivik aus der Holocaustliteratur aufgreifen und ins beinahe Unerträgliche potenzieren (»Hämebrüllend die Knüppelmäuler der Wachtposten, niederdreschend auf Diemenschenwogen, geschlagen ins viehische Waggonholz hin-1«). Es gibt viel Ironie, Parodie und – mutmaßlich bewusst – plakative Wortspielerei (»Die Neuen Konquistadoren: die-Immergleichen […]. Söldner-Viehguren. Partysahnen des-Neuanfangs. Multi Mülljonäre. […] Schließlich: die-Altenfürze: stinkreiche Feierabendgemüther. […] Wollen jetzt Nektar aus Marsblüten zutzeln. Ihre Kipferln tunken in Marskaffee. So wie’s in den-Prospeckten hochglänzend steht. Je-olla-je-dollar«). Von Subtilität keine Spur. Zugegeben: Für diese sprachlichen Kapriolen, die in alle Extreme reichen, lohnt sich die Lektüre.

Über weite Strecken jedoch erweist sich der Stil – hat man sich erst einmal an das sonderbare Schriftbild gewöhnt – als enttäuschend altertümlich, archaisch, nahezu bieder und wird somit der abgefahrenen Geschichte kaum gerecht. Abgefahren ist hier allenfalls die Orthographie, doch an ihr ärgert mich wiederum, dass es kein System zu geben scheint, keine Regeln: Mal heißt es »einige«, mal »1ige«; mal »Wissenschaft«, mal »Wissen-schafft«; »&« / »u« / »und«; »im=Bösen« / »in-Wahrheit« / »im:Wege«. Auf jeder Seite finden sich unzählige solcher Abweichungen. Aufgrund dieser vermeintlichen Willkür könnte der Leser zu dem Schluss kommen, dass die Orthographie- und Interpunktionsverschiebungen keine konkrete Bedeutung haben, sondern einzig auf Andersartigkeit, auf den Effekt abzielen.* Nichts von euch auf Erden will – so mein Verdacht – mit aller Macht etwas Monumentales sein und scheitert dabei inhaltlich wie formal an seinen eigenen Ansprüchen. Trotz einiger tatsächlich genialer Züge wirkt es auf mich alles in allem bemüht und prätentiös.

* Nachtrag. Ursprünglich hatte ich geschrieben: »Diese Willkür lässt keinen anderen Schluss zu, als dass […]«. Nachdem ich nun schon von mehreren Seiten darauf hingewiesen wurde, dass es sehr wohl ein System gibt, habe ich den Satz abgeschwächt. Und genau genommen habe ich selbst nie an Willkür geglaubt, weder beim Lesen noch beim anschließenden Verfassen der Rezension. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich das System nicht durchschaut und das Werk in seiner Gesamtheit nicht begriffen habe, was zum einen an mir, der unaufmerksamen Leserin, liegt, zum anderen aber sicher auch am Autor, der es einem wahrlich nicht leicht macht, ihm zu folgen. Fest steht, dass es mit einer simplen Lektüre nicht getan ist, viel Denk- und Recherchearbeit muss darüber hinaus geleistert werden – mir war das zugegebenermaßen zu mühsam. Allen, die sich besser vorbereiten wollen als ich, sei dieser erhellende Film empfohlen, in dem Jirgl seine Vorgehensweise erläutert (merci an eine Leserin für den Hinweis).

Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden. Hanser, München 2013, 512 Seiten.

Deutscher Buchpreis 2013

Bisherige Rezensionen im Rahmen von »5 lesen 20«:

28 Gedanken zu “Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden

  1. Nachtrag: Nachdem ich nun schon von mehreren Seiten darauf hingewiesen wurde, dass es sehr wohl ein System gibt, habe ich meine ursprüngliche Formulierung, die zugegeben etwas zugespitzt und polemisch war, abgeschwächt. Genau genommen habe ich selbst nie an eine willkürliche Vorgehensweise geglaubt, weder beim Lesen noch beim anschließenden Verfassen der Rezension.

    Was ich eigentlich ausdrücken wollte: Für mich hatte es den Anschein von Willkür, da ich das System nicht begriffen habe, aber das liegt natürlich auch an mir und daran, dass ich mich nicht eingehend mit Jirgls Schaffen befasst habe. Fest steht, dass es in diesem Fall mit einer simplen Lektüre nicht getan ist, viel Denk- und Recherchearbeit muss darüber hinaus geleistert werden.

    Andererseits: Vielleicht muss man das auch nicht, vielleicht kann man Werke wie diese einfach auf sich wirken lassen, ohne dass man alles bis aufs letzte Motiv und bis auf den letzten Buchstaben versteht. Bleibt jedoch die Tatsache, dass die reine Leseerfahrung mich in diesem Fall schlichtweg nicht befriedigt hat, was natürlich eine ganz subjektive Wahrnehmung ist.

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  2. Danke für deinen Eindruck. Ich werde es wohl erstmal auf meiner Liste nach hinten schieben auch wenn ich mir vorgenommen habe es zu lesen. Ich durfte Jirgl ja kennenlernen und kann dir sagen, dass die Orthografie keineswegs willkürlich ist. Vielmehr kann ein und dasselbe Wort in verschiedenen Kontexten ganz unterschiedlich gemeint oder betont sein. Das macht es zwar arg kryptisch und anstrengend aber es hat seinen Sinn, dass erdie Worte an der einen Stelle normal und an der anderen in seinem eigenwilligen Stil verfremdet, bzw. präzisiert.
    Liebe Grüße, Kef

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    1. Liebe Kef,
      merci für deinen Kommentar, der mir – wie du gemerkt haben dürftest – zu denken gegeben hat. Dass Jirgl willkürliche vorgehe, ist natürlich eine polemische These gewesen, die – ich ahnte es schon – bei näherer Betrachtung nicht standhält. Nur konnte ich, die ich mich nicht mit Jirgls Schaffen befasst habe, auch nicht das Gegenteil beweisen, umso habe ich mich gefreut, dass von Lesern wie dir der Hinweis kam. Danke dir dafür!

      Ich habe noch mal lange über meine Leseerfahrung und meine Rezension nachgedacht und leider feststellen müsse, dass es mir nicht gelungen ist, verständlich zu machen, weshalb mich der Roman letztendlich nicht überzeugen konnte. Zum einen hatte ich ein großes Problem mit der Story (was schlichtweg daran liegt, dass ich mit science-fiction-artigen Settings wenig anfangen kann), zum anderen sagte mir die Sprache nicht wirklich zu – damit meine ich nicht das Schriftbild, sondern den Ton, der mir über weite Strecken gespreizt und zäh erschien (mit Ausnahme von wenigen sehr beeindruckenden, fast schon an Genialität grenzenden Passagen). Angesichts dieser zwei Schwächen war für mich die ungewöhnliche Orthographie tatsächlich noch der spannendste Aspekt, zumal ich mich ja ohnehin an solchen formalen/visuellen Spielereien erfreue. Wenn ich dann aber nicht einmal hier Befriedigung finde, weil ich es die Bedeutung nicht fassen kann, wenn also auch dieser Aspekt noch wegbricht, dann bleibt wenig übrig. Weißt du, was ich meine?

      Oje, ich merke, dass dieser Roman mich ins Taumeln geraten lässt, zumal er mit zunehmenden Abstand eine immer größere Faszination auf mich ausgibt. Ganz habe ich Jirgl noch nicht abgehakt, vielleicht werde ich mich doch noch mal an eines seiner Werke herantrauen. Dann hoffentlich besser vorbereitet.

      Herzliche Grüße.
      caterina

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      1. Ja, ich weiß was du meinst und manchmal ist das einfach so. Ich finde es nicht schade, dass einem nicht jedes Buch (und sei es noch so literarisch) gefällt bzw. etwas gibt. Man hat auch einfach manchmal keine Lust, sich näher mit einem Autor zu beschäftigen und auch das hat seine Berechtigung, allerdings dann nicht in der Literaturkritik. Ich habe einmal ein Buch schlecht rezensiert, dass ich schlichtweg nicht verstanden habe. Nachdem ich andere Artikel dazu las, hatte für mich das Buch zwar nichts gewonnen, aber ich fühlte mich nicht mehr berechtigt meine Rezension so stehenzulassen. Es ist ein schmaler Grad…

        Liebe Grüße
        Kef

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      2. Ich finde nicht, dass man ein Buch verstanden haben muss, um es besprechen zu müssen. Wir Blogger sind ja keine professionellen Literaturkritiker, sondern geben unsere Leseeindrücke wieder, und wenn dieser genau darin besteht, dass ich das Buch nicht verstanden habe, so bleibt mir nichts übrig, als das zu schreiben. Natürlich ist das für mich als Bloggerin auch unbefriedigend, aber dann versuche ich eben so ausführlich wie möglich zu begründen, worin meine Schwierigkeiten bestanden, damit sich der Leser ein eigenes Bild machen kann. Dass ein Buch als unverständlich, unlesbar oder dergleichen empfunden war, ist ja auch ein Urteil und sollte demnach auch so formuliert werden.

        Übrigens bin ich selbst mir nicht mal so sicher, ob das nur für Blogger gilt oder nicht sogar auch für „professionelle“ Kritiker: Warum dürfen sie nicht auch schreiben, wenn sie ein Buch nicht durchschaut haben? Auch das ist doch eben eine Art von Kritik, die ihre Berechtigung hat. Zumal sich dann die Frage stellt, wo die Grenze zwischen „verstehen“ und „nicht verstehen“ verläuft: Niemand wird von sich behaupten können, Jirgl hundertprozentig bis ins letzte Komma begriffen zu haben. Ab wie viel Prozent hat man ihn verstanden? Ab wann kann ich es mir anmaßen, eine Kritik zu formulieren? 30 Prozent? 50? 80? Wie du schon sagtest: ein schmaler Grat…

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  3. Liebe Caterina,
    erst einmal muss ich meinen Hut ziehen davor, dass Du es nicht nur geschafft hast, Dich durch dieses Werk zu arbeiten (das war bestimmt mehr Arbeit als Vergnügen!), sondern Dir auch noch so ausführliche Müge mit Deiner Besprechung gegeben hast! Da gebührt Dir erst einmal ein ganz großer Sonderapplaus, ach was, eine Stadion-La-Ola-Welle!!!
    „Abgefahren“ scheint tatsächlich das passende Wort für den Roman zu sein: Was für eine merkwürdige Handlung!, Was für merkwürdige Figuren!, Was für eine merkwürdige Welt, besser: Was für merkwürdige Welten!, Was für eine merkwürdige Sprache!
    Zur Sprache zuerst: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Jirgl sich bewusst für die unterschiedlichen Schreibweisen entscheidet, es ist aber doch für den Leser ein ziemliches und mühsames Rätselratsen, wenn denn der Gedanke hinter dem Wort jedesmal entschlüsselt werden muss. Das ist eine schöne Spielerei für eine kürzere Form, aber doch nicht für über 500 Seiten. Es gibt ja durchaus Gründe dafür, warum wir uns einmal auf eine bestimmte Orthographie geeinigt haben, da steckt ja nicht nur Unterdrückung der armen Individuen hinter.
    Und die Geschichte: Denkst Du, dass sie einen Bezug hat zu unserer aktuellen gesellschaftlichen, politischen, (umwelt-)ökonomischen Situation? Ist es ein Endzeitszenario, das auftreten wird, wenn wir nicht zügig etwas (aber was?) ändern? Bestimmt steckt doch auch hier eine grandios verschlüsselte Botschaft des Autors. Oder ist es bei Autoren gerade besonders „en vogue“ (Klein, Politycki) Science-Fiction-Romane zu schreiben?
    Viele Grüße, Claudia

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    1. Warum sollte er es nicht verwenden, wenn es seine Art zu schreiben ist? Natürlich ist das anstrengend, aber warum sollte er sich verbiegen, nur damit der Leser ein einfaches Lesevergnügen hat? Das erscheint mir nicht plausibel. Er geht einfach sprachlich neue Wege, ich finde das eher bewundernswert.

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      1. Das sehe ich übrigens auch so. Dass es mir – und vermutlich der Mehrheit der Lese – nicht zusagt, ist eine Sache. Aber das bedeutet nicht, dass Jirgl nicht so schreiben darf. Es gibt ja genügend Leser für das, was er tut, und selbst wenn es sie nicht gäbe, könnte er immer so weitermachen.

        Ich stelle mir stattdessen Fragen: Ist Jirgl der richtige Kandidat für den Deutschen Buchpreis, der ja nicht nur der Literaturförderung dient, sondern zugleich auch ein Verkaufsinstrument ist, schließlich wird er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Nichts von euch auf Erden ist – aus diesem Blickwinkel betrachtet – vielleicht doch ungeeignet.

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      2. Ich kann deinen Gedanken hier nicht ganz folgen… Warum ist Jirgl ungeeignet? Weil er nicht gefördert werden muss oder weil er sich nicht gut verkaufen lässt?

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      3. Letzteres, liebe Kef. Natürlich darf und soll seine Literatur gefördert werden, keine Frage. Aber der Buchpreis ist der Preis des deutschen Buchhandels, es geht also (neben der Qualität, die natürlich immer stimmen muss) auch um Verkaufszahlen – und schaut man auf die bisherigen Gewinner, so waren es tatsächlich immer recht eingängige Titel, die auch für ein breiteres Publikum geeignet sind. Bei Jirgl sehe ich das ehrlich gesagt nicht. Aber für Literatur wie diese gibt es ja in der deutschen Literaturlandschaft noch viele andere Preise, die andere Ziele verfolgen als der Buchpreis. (Ich meine neulich mal gehört zu haben, dass es in keinem Land so viele Preise und Stipendien gibt wie hier.)

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      4. Liebe Caterina,
        Es ist ja auch nicht so, dass er nicht schon bedeutende Preise abgeräumt hätte, aber ich fände es trotzdem bedenklich einen Literaturpreis mit dem Ziel oder Zweck auszustatten die Literatur zu verkaufen. Ich bin da beim deutschen Buchpreis ehrlich gesagt nicht soweit informiert, dass ich mir ein Urteil darüber erlauben könnte, aber ich fände es verwerflich der Kunst gegenüber, wenn das eine Kategorie mit Gewicht wäre.

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      5. Wie gesagt: Das Ziel ist ja nicht nur, verkäufliche Literatur zu fördern, es geht in erster Linie natürlich schon noch um die Qualität. Aber wenn ich das richtig verstanden haben (ganz so tief stecke auch ich nicht in der Materie, aber genau deshalb will ich mich demnächst mal mit den Machern des Buchpreises über dieses Thema unterhalten) – also wenn ich das wie gesagt richtig verstanden habe, soll es beim Buchpreis dezidiert um Literatur gehen, die sowohl gut ist als auch für ein breites Publikum geeignet, um damit auch mal Leser anzusprechen, für die die Literaturpreise in der Regel zu abgehoben sind. Ich finde es in Ordnung, dass man mit einem Litraturpreis versucht, ein breite Leserschaft zu erreichen. Schließlich ist das auch eine Art, den Buchhandel zu fördern und zu stärken – ein legitimes Anliegen, wenn man bedenkt, dass es für alles andere wie gesagt genug andere Preise und Stipendien gibt.

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    2. Liebe Claudia,
      hab Dank für die La-Ola-Welle, auch wenn ich das Gefühl habe, sie mir ausgerechnet für diese Rezension nicht verdient zu haben. Obwohl sie so schrecklich lang ist, ist es mir nicht gelungen, das Wesentliche zu sagen.

      Über vier Absätze halte ich mich mit den Plot auf (übrigens mehr für mich selbst als für meine Leser – sozusagen um mir bewusst zu werden, ob ich alles richtig verstanden habe, und tatsächlich bin ich erst durch dieses schriftliche Rekapitulieren auf die „Lösung“ gekommen), dabei ist der Plot an sich eigentlich nicht wirklich relevant, viel wichtiger ist hingegen die Botschaft, die dahintersteckt, und die habe ich einfach mal unter den Tisch fallen lassen. Danke also, dass du noch mal explizit danach fragst.

      Natürlich ist dieses Werk, das in einer fernen Zukunft angesiedelt ist, eine Kritik unserer heutigen Gesellschaft. Das längere Zitat in der Mitte der Rezension verdeutlicht das im Grunde ganz gut: Die Menschen machen immer wieder dieselben Fehler, indem sie sich immer wieder in Konflikte stürzen und sich gegenseitig unterjochen – auch vier Jahrhunderte nach uns haben die Figuren es nicht begriffen und machen immer weiter. Das kann natürlich als Mahnung an den heutigen Mensch aufgefasst werden, wobei sich „Krieg“ sicherlich nicht nur auf die blutigen Kriege zwischen den Völkern bezieht, sondern auf jegliche Form von Zerstörung, auch und vor allem gegenüber unserem Planeten.

      Ganz so verschlüsselt ist diese Botschaft übrigens nicht, immer wieder wird das gewaltsame Vorgehen der Menschheit, ihr Hang zur Selbstzerstörung thematisiert. Es gibt zahlreiche Verweise auf die Weltkriege (derer es natürlich noch weitere geben wird), vor allem auf den Holocaust wird sehr häufig angespielt, auch wenn er nicht direkt angesprochen wird: Doch die Bilder, die uns aus der entsprechenden Literatur bekannt sind, tauchen sehr häufig in anderen Zusammenhängen auf, zum Beispiel bei der Deportation der Menschen von der Erde und beim Bergbau auf dem Mond. Diese Passagen gehören für mich auch zu den beeindruckendsten im ganzen Roman.

      Herzliche Grüße,
      caterina

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  4. Liebe Caterina,
    erst einmal: herzlichen Glückwunsch zu der Leistung, diesen Roman überhaupt beendet zu haben – ich glaube, es gibt nicht viele, die es so weit überhaupt schaffen. Dein Lektüreerlebnis hört sich aber nicht an, als müsste man dich darum beneiden: ich lese aus deinen Eindrücken heraus, dass es vor allen Dingen ermüdend und anstrengend gewesen ist. Die sprachlichen Spielereien sehen zwar interessant aus, ich finde es schade, dass dann aber scheinbar nicht einmal ein richtiges System hinter diesen Ab- und Veränderungen steckt.

    Auch nach deiner Besprechung bleibe ich standhaft dabei, dass mir meine Lesezeit für Jirgl einfach zu schade ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Mara

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    1. Liebe Mara,
      ja, mühsam und ermüdend war es auf jeden Fall, stellenweise wird man aber – das ist vielleicht in meiner Rezension nicht richtig herausgekommen – durchaus belohnt für die Mühen, es gibt einige sehr beeindruckende Passagen, die mir unter die Haut gegangen sind. Das ist auch der Grund dafür, dass ich die Lektüre letztendlich nicht bereue! Wer hätte vor ein paar Wochen geglaubt, dass ich das einmal sagen würde? 😉

      Und was die Sprache betrifft, hast du ja sicherlich mittlerweile mitbekommen, dass meine These da nicht ganz richtig war. Vielleicht würdest du das System durchschauen oder vielleicht würde es dich weniger stören, wenn du es wie ich nicht durchschaust. Mich hat dieses Sprachsystem jedenfalls so sehr beschäftigt, dass ich noch nicht ganz mit Jirgl abgeschlossen habe und mit dem Gedanken spiele, doch noch einmal zu einem Werke zu greifen.

      Alles Liebe,
      caterina

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  5. Danke für deine Arbeit, dank deiner Besprechung kann ich mir ein gutes Bild machen und ich kann prima damit leben, dass nicht jedes Buch auf meine ohnehin viel zu lange Liste kommen muss 🙂 LG Anna

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    1. Bitteschön, liebe Anna, die Arbeit habe ich mir gerne gemacht! Naja, mehr oder weniger gerne ;). Aber ich kann schon verstehen, wenn nicht jeder sofort den Drang hat, nach Jirgl zu greifen. Allein von der Shortlist würden mich drei oder vier andere Kandidaten mehr reizen. (Apropos: Bonné liest sich zum Beispiel sehr schön.) Viele Grüße, caterina

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  6. Ich habe vor einigen Jahren „Die Unvollendeten“ von Jirgl gelesen, da war die Verwendung der Sprache ganz ähnlich. Ich fand es aber sehr spannend, und wenn man sich einmal eingelesen hatte, ging es. (Es spielt nach dem Zweiten Weltkriege und für viele Situationen war gerade diese Sprache sehr angemessen, so empfand ich es zumindest.) Und die Wortschöpfungen, die er so ermöglicht, finde ich absolut klasse – „Knüppelmäuler“, „Viehguren“, „Mülljonäre“ – sehr geil 🙂
    Also, mich hat Deine Besprechung eher dazu gebracht, es vielleicht mal neben der Liste zu lesen, mal sehen. Vielen Dank auf jeden Fall für den intensiven Einblick!
    Liebe Grüße,
    June

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    1. Ich gebe dir recht: Man kommt recht schnell rein in die Sprache, das ist auch mir aufgefallen, ab einem bestimmten Punkt habe ich die verqueren Schreibweisen gar nicht mehr wahrgenommen. Andererseits ist genau das irgendwie auch schade, denn Jirgl wird ja nicht gewollt haben, dass man sich daran „gewöhnt“ und darüber hinwegliest, sondern dass man sich bestenfalls mit jedem einzelnen Wort auseinandersetzt und seine Bedeutung in dieser und jener besonderen Schreibweise hinterfragt (was natürlich ein uferloses Unterfangen ist!).

      Einige Wortspiele sind tatsächlich genial, auch wenn sie immer an der Grenze zum Plakativen sind (aus Vegetarien werden da schon mal „Veget-Arier“), was aber – so mutmaße ich – von Jirgl beabsichtigt ist. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: Auch wenn mich die Lektüre nicht gerade befriedigt hat, so hat sie mich doch zumindest so sehr beschäftigt, dass ich noch nicht ganz abgeschlossen habe mit Jirgl. Mein Ehrgeiz ist sozusagen geweckt. 🙂

      Liebe Grüße!
      caterina

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  7. System oder nicht System? Genialer Zeichensetzer oder Chaosstifter? Dieser Jirgl hat es faustdick hinter den Ohren. Was mir beim Durchlesen der Rezension aufgefallen ist, ist das winzige Gegenstück zu der Orthographie-Revolte in Form des Handbuchs für Marsbewohner. Warum ist es in „normaler“ Sprache verfasst worden? Wurde mit der Zwangsvertreibung der aufmüpfigen Erdenbewohner auch das bewährte Sprachgefühl auf den Mars verbannt? Mir scheint, als zeichne Jirgl das Zukunftsbild einer Gesellschaft, die ohne es zu merken, sich mit dem Entfernen von „Unbequemen-Elementen“ auch zusehens sprachlich entwurzelt. Und was wird aus dieser Menschheit werden ohne rechte Sprache? Nichts = Nichts von euch auf Erden. Geht es nach Jirgi, steht den bequemen Krüppeln und Geisteskranken auf unserem Planeten eine Sprache wie diese zu. Ist Jirgl gar ein Marsbewohner oder will er einfach, dass wir uns wieder eingehend mit Sprache beschäftigen?
    SCHÖNE=Grüße-..Josef

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    1. Lieber-Josef, schön=dass du !wiederdabist.
      Das ist eine sehr interessante Interpretation, die du da in den Raum stellst, und ich selbst habe mich über diesen formalen Bruch gewundert, ihn mir aber zugebenermaßen nicht erklären können.

      Nun habe ich es noch mal nachgeprüft: Die Einführung am Anfang („Buch der Kommentare, Teil 1″) wurde von der Mutter des Protagonisten, also einer Marsbewohnerin geschrieben“, danach folgen die zwei Bücher aus der Sicht des Helden, anschließend das „Buch der Kommentare, Teil 2“, von den biomorfologischen Büchern geschrieben (so zumindest habe ich es verstanden), auch dieses mit der verqueren Orthographie (warum?), und zum Schluss die Anmerkungen, der erste Teil von der Mutter, der zweite Teil vom Sohn geschrieben, beide allerdings in „normaler“ Sprache, was im Falle des Sohnes, der ja ursprünglich ein Erdbewohner war, als Fehler empfunden werden könnte, vielleicht aber auch einfach damit zusammenhängt, dass der Sohn mittlerweile sozusagen schon „assimiliert“ ist?

      Dennoch: Deine These, der unterschiedliche Sprachgebrauch könne auf die bewusste Abgrenzung der beiden Völker verweisen, scheint mir sehr plausibel, zumal auch innerhalb der Geschichte immer wieder die unterschiedliche Sprechweise der Erd- und der Marsbewohner und somit ihre jeweilige Andersartigkeit thematisiert wird (wobei hier meistens um die Aussprache ging).

      Und Jirgl als Marsianer? Ja, wieso eigentlich nicht? Ein bisschen von einer anderen Welt scheint er ja schon zu sein…

      Sei herzlich gegrüßt,
      caterina

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      1. /hi/CATerina!-!
        Irgendwie lassen mich die biomorphologischen Bücher nicht los. Bücher, die für ihresgleichen Bücher schreiben und die uns Menschen nicht brauchen.
        Ich habe mal nachgelesen, wie der Begriff Morphologie in Bezug auf Biologie definiert wird: Morphologie ist die Lehre von der Struktur und Form der Organismen.
        In Bezug auf die Sprache, könnte man im übertragenen Sinn demnach Orthografie und Zeichensetzung als morphologe Elemente betrachten. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass Jirgl hier die Sprache selbst, als eigenständigen Organismus sieht und behandelt. Als eine Existenzform, die der Evolution unterliegt, die mutiert, die gentechnisch verändert werden kann, die sich emanzipiert, die ihr eigenes Ding durchzieht, wenn es sein muss.
        By/by-jo/SEF

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      2. … und genau das ist ja Sprache auch, oder? Etwas, das sich verändert und sich anpasst. Etwas, dessen Entwicklung man nicht von außen bestimmen, höchstens beeinflussen und regulieren kann, das aber letzten Endes immer eigenen Regeln folgt. Die Sprache ist also etwas Lebendiges. Jirgl hat diesen Gedanken im Grunde weitergesponnen, indem er die Sprache – bzw. ihr Medium, die Bücher – zu etwas tatsächlich Lebendem, zu einem Organismus gemacht hat.

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      3. Womit sich der Kreis schließt, wie ich finde. Wenn wir der Sprache eine eigenständige Lebendigkeit zusprechen, dann stellen sich auch die Fragen nach dem, wie uns das Buch gefällt, ob wir es verstehen und ob es nun einen Preis verdient oder nicht, in einem anderen Licht. Ich würde mir nicht anmaßen wollen, dass ich einen Menschen durchdrungen und verstanden habe. Wie sollte es dann bei einem Buch wie diesem möglich sein? Wesentlicher scheint mir die Gefühlsebene zu sein. Nicht was wird gesagt, sondern wie wird es gesagt (oder besser geschrieben). Hier findet Jirgls Sprache offenbar nicht zu jedem einen Zugang oder will es gar nicht. Auch andere Lebewesen sind sperrig. Im Umkehrschluss ist gerade das der Grund, warum diese Sprache sich letztlich einer konkreten Entschlüsselung entziehen MUSS. Dieser Aspekt ist wichtig, um als Lebewesen akzeptiert zu werden.

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  8. So wie die Jury übrigens ihre Entscheidung, Jirgl auf die Shortlist zu wählen, begründet, klingt das Buch hervorragend.

    „REINHARD JIRGLs „NICHTS VON EUCH AUF ERDEN“ führt in eine ferne Zukunft und auf einen anderen Planeten, und doch ist dieser Roman so nah an unserer Gegenwart, wie man es sich nur wünschen kann. Im Konflikt des kriegerischen Mars mit einer zwangsweise sedierten Erde wird nicht weniger verhandelt als die Conditio humana – und das in einer Sprache, die alle Register zieht und alle Grenzen hinter sich lässt. Jirgls virtuose Dystopie bietet nur einen einzigen Fluchtpunkt: die Bücher, die als letzte Überlebende Kunde geben von einer Spezies, die an ihrer eigenen Hybris zugrunde gegangen ist.“

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