Welttag des Buches: Blogger schenken Lesefreude

Martin Horváth - Mohr im Hemd (c)

Heute ist der Welttag des Buches – ein besonderer Feiertag, den ich auf vielfältige Weise begehen werde: lesend (bzw. Manuskripte prüfend), eine Lesung besuchend (David Wagner stellt im Rahmen der Frankfurter Premieren sein Buch Leben vor), vielleicht ein Buch kaufend (naheliegend wäre ebenjenes Leben). Vor allem aber: ein Buch verschenkend! Ich folge damit dem Aufruf der beiden Bloggerinnen Christina und Dagmar, die die schöne Aktion Blogger schenken Lesefreude ins Leben gerufen haben. Über tausend Blogger nehmen daran teil und verlosen Bücher, die ihnen wichtig sind. Meine Wahl fiel auf Martin Horváths Debütroman Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu retten, der im vergangenen Herbst in der DVA erschienen ist und – wie ich finde – nicht die Aufmerksamkeit erhalten hat, die er verdient.

Mohr im Hemd ist ein fulminantes und unerhört komisches Werk, erzählt aus der Sicht des 15-jährigen Ali, der in einem Asylbewerberheim in Wien lebt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Geschichten seiner Mitbewohner hinterherzuspüren – ein Leichtes für ihn, der etliche Sprachen fließend spricht und seine Ohren überall hat. Mit beißender Ironie und einer überschäumenden Fabulierlust entlarvt Horváth die Willkür und Unmenschlichkeit der österreichischen (bzw. westeuropäischen) Asylpolitik: Das Schicksal der Flüchtlinge wird hier zu einer heiteren Partie Völkerball, bei der die Spieler nicht abgeschossen, sondern abgeschoben werden – es scheint einzig eine Frage des Glücks, ob man drinnen bleibt oder rausfliegt aus dem schönen Österreich. Ein grandioser Schelmenroman, bei dessen Lektüre das Lachen manchmal im Hals stecken bleibt – meistens aber laut hervorbricht.

Wer dieses mutige, kluge, witzige, sprachgewaltige Buch gewinnen möchte, der hinterlasse bitte bis zum 30. April einen Kommentar. Verlost wird Mohr im Hemd unter all denen, die mir einen außergewöhnlichen Autor aus Osteuropa, Asien oder Afrika empfehlen können: zum Beispiel aus dem »zauberhaften Kongo«, dem »lieblichen Kosovo« oder dem »beschaulichen Georgien«, den Heimatländern von Alis Mitbewohnern. Von welchem Werk wart ihr ähnlich beeindruckt wie ich von Martin Horváths Debütroman? Welches ging euch unter die Haut, berührte euch oder brachte euch zum Lachen? Lasst mich und meine Leser an euren Entdeckungen jenseits der üblichen literarischen Grenzen teilhaben, und mit ein bisschen Glück gewinnt ihr Mohr im Hemd samt einer persönlichen Widmung vom Autor höchstselbst!

PS: Ich drücke ein Auge zu und werfe auch diejenigen in den Lostopf, die keine Empfehlung parat haben und trotzdem am Gewinnspiel teilnehmen möchten. Viel Glück!

Blogger schenken Lesefreude

Nachtrag vom 01/05/2013: Vielen Dank an alle, die teilgenommen haben, über euren Besuch – ob mit oder ohne Buchempfehlung – habe ich mich sehr gefreut. Das Los hat entschieden, der vom Autor signierte Roman geht an Miriam alias juneautumn, der ich die frohe Kunde auch per Mail überbringen werde. Herzlichen Glückwunsch und viel Lesefreude!

verlosung

Advertisements

70 Kommentare zu „Welttag des Buches: Blogger schenken Lesefreude

  1. Liebe caterina

    Ich möchte dir gerne ein ganz aussergewöhnliches Buch empfehlen, nämlich aus dem fernen China, aus dem doch immer mal wieder ganz aussergewöhnliche Literatur zu entdecken ist. „Der Mann der sein Blut verkaufte“ von Yu Hua ist so ein Buch. Über weite Strecken kugelt man sich vor Lachen, denn es enthält sehr witzige Dialoge und Momente. Dann stimmt es den Leser aber auch sehr nachdenklich, lässt teilhaben an der Geschichte Chinas und der ärmeren Bevölkerungsschicht und ihrem harten Alltag auf dem Land. Es geht um einen Mann, der drei Söhne hat und immer, dann wenn er Geld braucht, in die Stadt aufbricht, um sein Blut zu verkaufen. Was in diesem Zusammenhang alles auf ihn zukommt ist einfach nur unglaubliche und grossartige Literatur. Eine echte Empfehlung!

    LG buechermaniac

    Gefällt mir

    1. Liebe buechermaniac,
      Yu Hua ist mir nicht ganz unbekannt, zumindest befindet er sich schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste, und zwar mit Brüder, das ich unbedingt noch lesen willst. Dass du mir nun ein anderes Buch dieses Autors empfiehlst, macht mich umso neugieriger auf ihn. China ist eines der vielen Länder, die ich literarisch bislang kaum erforscht habe, mithilfe von Yu Hua und seinem Werk will ich das ändern!

      Herzlich,
      caterina

      Gefällt mir

  2. Meine Empfehlung ist nicht gerade jenseits der üblichen literarischen Grenzen, aber das Buch hat mich so berührt, dass ich es meinerseits zum Tag des Buches in meinem Blog vorstelle: „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf (http://www.bellis-blueprints.blogspot.de/2013/04/blogger-schenken-lesefreude-buch.html). Näheres erfahrt ihr also in meinem Blog in meiner Rezension.
    Und dieser Buchtipp hier hört sich echt spannend und bunt an! Haben will! ;o)
    LG Bellis Klunkerfisch

    Gefällt mir

    1. Tschick habe ich witzigerweise in einer anderen Verlosung gewonnen, darüber freue ich mich sehr! Ich habe das Gefühl, die Letzte zu sein, die dieses Buch noch nicht gelesen hat und liebt. Das wird sich nun bald ändern ;).

      Viele Grüße,
      caterina

      Gefällt mir

  3. Hallo Caterina, eine schöne Idee, sich auch ein Buch empfehlen zu lassen. Das Buch, das mich in der letzten Zeit unglaublich beeindruckt hat, heißt „Sandberg“, von Joanna Bator und ist bei Suhrkamp erschienen. Der Sandberg ist eine Plattenbausiedlung, die nach dem zweiten Weltkrieg hochgezogen wird, um die Flüchtlinge aus allen Teilen Europas unterzubringen. Hoffnungsvoll ziehen Jadzia und ihr Mann hier ein, das Buch endet mit dem Zerfall des Sozialismus und dem Auszug der Familie. Was sich dazwischen abspielt ist einfach groß, berührend und auch witzig erzählt. Wie gesagt, mein Lieblingsbuch der bisher 25 in diesem Jahr gelesenen Titel. Liebe Grüße, Doro

    Gefällt mir

    1. Hallo Doro,
      deinen Tipp finde ich ungemein spannend – dieses Buch ist vollkommen an mir vorbei gegangen und (wie’s mir scheint) auch an der Presse, oder? Zwei polnische Autoren, die ich gelesen habe, sind Tadeusz Borowski und Bruno Schulz, außerdem fällt mir noch Sabrina Janesch ein, die sich in ihren Büchern mit ihrem deutsch-polnischen Erbe beschäftigt. Aber eins steht fest: Es besteht auf jeden Fall noch Nachholbedarf. Vielen Dank also für diese besondere Empfehlung!

      Gefällt mir

  4. Ich empfehle ja immer gene den Herrn Murakami aus dem fernen Japan. Aber vielleicht ist er ja aschon einer Deiner Top-Schriftsteller. Außergewöhnlich, aber nicht unbekannt. Als Einsteigerbuch eignet sich „Kafka“ am Strand ganz gut.
    Alternativ hätte ich Hiromi Kawakami mit „der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ zu bieten.

    Gefällt mir

    1. Oje, mit Murakami hatte ich gerade erst vor einem halben Jahr einen nicht ganz glücklichen Zusammenstoß. Dennoch habe ich diesen Autor noch nicht aufgegeben, Kafka am Strand liegt schon bereit zur Lektüre. Vielleicht schafft es dieser Roman, meine Meinung über Murakami noch mal zu revidieren…
      Kawakami hingegen muss ich erst noch entdecken. Ihr neues Buch, Bis nächstes Jahr im Frühling hatte ich mir bereits notiert.

      Gefällt mir

  5. Am liebsten würde ich ja den Schatten des Windes empfehlen, den es heute bei mir zu Cyberhause zu verlosen gibt. Aber Carlos Ruiz Zafón kennt wahrscheinlich jede(r), die/der sich beruflich oder privat intensiv mit Lesen und Schreiben beschäftigt.
    Also empfehle ich an dieser Stelle alternativ lieber „Middlesex“ von Jeffrey Eugenides, den ich auch mit viel Freude und sehr, sehr gerne gelesen habe.

    Gefällt mir

    1. Ja, Zafon kenne ich in der Tat, Eugenides vom Hörensagen ebenso, das Buch habe ich allerdings noch nicht gelesen, obwohl es schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste steht. Wird nachgeholt!

      Gefällt mir

    1. Gut, Hesse ist zwar nicht gerade das, worauf ich mit meiner Frage nach osteuropäischen, asiatischen oder afrikanischen Autoren hinauswollte, aber trotzdem vielen Dank für diese Empfehlung ;)!

      Gefällt mir

  6. Pingback: Blog den Welttag |
  7. Liebe Caterina,
    eine außergewöhnliche Schriftstellerin, die ich im Rahmen eines postcolonial-Seminars kennenlernen dürfte, ist die erste Simbabwerin, die jemals ein Buch herausbrachte: Tsitsi Dangarembga mit Nervous Conditions. Es hat mich sehr beeindruckt und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
    Liebe Grüße, Miriam / June

    Gefällt mir

    1. Liebe Miriam,
      hab Dank für deinen Kommentar und die tolle Empfehlung! Ich habe neulich voller Schrecken festgestellt, dass ich den afrikanischen Kontinent bislang so gut wie gar nicht literarisch bereist habe, umso mehr freue ich mich über dieses offenbar vollkommen unbekannte Juwel, das du da ausfindig gemacht hast.
      Und tadaa, das Los hat entschieden, dass du das Buch bekommen sollst. Viel Freude damit!

      Herzlich,
      caterina

      Gefällt mir

      1. Liebe Caterina,
        ich freue mich sehr über den Gewinn und bin schon sehr gespannt!
        Ich hoffe, Dir wird das Buch gefallen, bin da aber ganz zuversichtlich.
        Liebe Grüße,
        June

        Gefällt mir

  8. Wow, dass Hesse und Eugenides aus Osteuropa kamen, wusste ich gar nicht. Ich unterstütze Tschick – massiv! – und ergänze Turgenev „Erste Liebe“. Auch weder neu noch originell, aber wunderschön. Auch Marina Lewyckas „Geschichte des Traktors auf Ukrainisch ist jetzt nicht mehr brandaktuell und das Original auf Englisch geschrieben, aber es ist brutal witzig und wer selbst zugewanderte Verwandte hat, wird sich und die kleinen Alltagskatastrophen wiedererkennen.

    Gefällt mir

    1. Hach, die Russen. Noch so ein Volk, von dem ich so gut wie nichts gelesen hbabe, dabei sind aus ihm so viele Klassiker der Weltliteratur hervorgegangen. Immerhin: Nabokovs Lolita liebe ich (wobei es auf Englisch geschrieben wurde), und Bulgakows Der Meister und Margarita lese ich gerade. Turgenev kommt sicher auch noch eines Tages dran.
      Und zu Lewycka sage ich nur: schrecklich, ganz fürchterlich! Mich hat die Plattheit dieses Romans schockiert, ich habe nicht einmal lachen, ja nicht einmal schmunzeln können. Eine Autorin, deren Schaffen ich fortan ignoriert habe. Aber schön, dass sie andere Leser glücklich macht ;).

      Gefällt mir

  9. Mein Tipp wäre „TSOTSI“ von Athol Fugard (1932 in Südafrika geboren). Tsotsi heißt so viel wie Gangster oder Gangmitglied und ist zugleich der Name des Protagonisten. Als Tsotsi auf einem seiner Raubzüge zufällig ein Baby in die Hände fällt, das offensichtlich von der Mutter weggelegt wurde, verändert das sein Leben und auch seinen Charakter. Tsotsi ist ein spannend gemachter Psychothriller einerseits und andererseits ist er ein Plädoyer für die Kraft des Mitgefühls. Geschrieben hat Athol Fugard dieses wunderbare Buch, Anfang der 60’iger Jahre.
    Schöne Lesegrüße
    Josef

    Gefällt mir

    1. Ach, ich wusste gar nicht, dass der Film Tsotsi auf einem Roman basiert – mir war bislang nur der Film ein Begriff (wobei ich auch den nicht gesehen habe), danke also für den Verweis auf die Romanvorlage! Und Südafrika ist ohnehin noch ein Land, das mir in literarischer Hinsicht noch völlig unbekannt ist. Coetzee steht seit Jahren auf meiner Leseliste, auf meinen Nachttisch hat er es in all dr Zeit nie geschafft.
      Liebe Grüße!

      Gefällt mir

  10. Liebe Caterina!

    Ich bin selbst fulminant.
    Und natürlich unerhört komisch, is ja klar! 🙂

    Leider habe ich keine Empfehlung für Dich, es sei denn, Du interessierst Dich auch für Telefonbücher aus der ganzen Welt.
    Die haben zwar eine nicht ganz so spannende Handlung, dafür glänzen sie aber mit einer tollen Besetzung!

    Gerne springe ich somit in den schon prall gefüllten Lostopf und hoffe auf Dein glückliches Händchen (unter Aufsicht von vertrauenswürdigen Notaren natürlich).

    Liebe Grüße und DANKE für diese tolle Aktion von Dir!
    Markus

    PS: wieso kann ich mich denn nicht mit meinem Facebook-Konto hier einloggen? :-/

    Gefällt mir

    1. Lieber Markus,
      das Buch geht zwar an jemand anderen, für deinen Einfallsreichtum bekommst du aber ein Bienchen ;). Telefonbücher sind nicht ganz mein Genre, ich bin Sprachfetischst, der gängige Telefonbuchstil ist mir nicht raffiniert genug :).

      Liebe Grüße,
      caterina

      Gefällt mir

  11. Liebe Caterina,

    ein cleverer Schachzug von dir, auch nach Tipps zu fragen. Leider sind die Länder, nach denen zu fragst, für mich eher ein literarisch-blinder Fleck. Einzig Russen könnte ich nennen, da die russische Literatur mich immer wieder begeistert. Iwan Gontscharows ‚Oblomow‘ fand ich großartig, Vladimir Sorokins „Schneesturm“ .. aber wie ich dich einschätze, kennst du die sowieso schon. Oder? (;

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

    1. Liebe literaturen,
      mir geht es nicht anders: Osteuropa, Asien und Afrika sind mir in literarischer Hinsicht weitgehend unbekannt – ebendrum lass ich mir ja ein paar Empfehlungen geben. Und wie man sieht, hat es ja auch ganz wunderbar geklappt :).
      Gerade mit den Russen hast du ins Schwarze getroffen – so viele Klassiker der Weltliteratur haben sie hervorgebracht, und ich kenne kein einziges davon. Der Schneesturm steht bereits auf meiner Wunschliste, eine Freundin, deren Urteil ich vertraue, hat mir sehr begeistert davon erzählt. Von Oblomow habe ich hingegen noch nichts gehört, danke dir für diesen Hinweis!

      Viele Grüße!

      Gefällt mir

  12. Ich hab zwar ein paar georgische Autoren auf meinem Wunschzettel, aber eben noch nicht gelesen. So kann ich einen Tipp höchstens nachreichen, leider jetzt aber noch nicht abgeben. Darf ich trotzdem mitmachen? 🙂

    Gefällt mir

    1. Dank der Frankfurter Verlagsanstalt und der Anthologie Techno der Jaguare machen sich ja gerade einige georgische Autoren einen Namen in Deutschland – ich will dieses Buch auf jeden Fall auch noch lesen. Empfehlen kann ich außerdem Deutschgeorgierin Nino Haratischwili (die ebenfalls in der Anthologie vorkommt) mit ihrem grandiosen zweiten Roman Mein sanfter Zwilling, der eine ungeheure Wucht hat!

      Gefällt mir

  13. Ich möchte gerne mitmachen und gewinnen.
    Gerade lese ich die Bücherdiebin von Markus Zusak – das kann ich empfehlen, denn es läßt einen nicht los. Ich hoffe, das zählt auch….

    Gefällt mir

  14. Liebe Caterina, ich habe vor einiger Zeit „Die namenlosen Töchter“ von Xinran gelesen, in dem es um das Schicksal mehrerer sehr unterschiedlicher Schwestern geht, die als Wanderarbeiterinnen in die Stadt gehen. Es hat mir etliche Facetten der chinesischen Gesellschaft gezeigt, die ich noch nicht kannte.

    Gefällt mir

    1. Xinran – ein Name, den ich noch nie gehört habe, dabei hat die Autorin offenbar schon einiges veröffentlicht. Hab Dank für diesen wertvollen Tipp! Wieder ein Werk mehr, mit dem man dieses so fremde Land China (literarisch) entdecken kann…

      Gefällt mir

  15. Hallo,
    auch wenn ich Dir kein Buch empfehlen kann, das den gewünschten Kriterien entspricht, möchte ich trotzdem an der Verlosung teilnehmen.
    LG
    Christine

    Gefällt mir

  16. Hallo,

    tolle Aktion, da mache ich gern mit 🙂
    ich hab mir mal deine Wunschliste angesehen, da fällt mir tatsächlich kein Buch ein was ich empfehlen könnte.
    Passend zum Wetter (oder zum aufmuntern) lese ich immer mal ganz gern Kishon, da habe ich eine riesen Auswahl von 🙂

    LG
    Diana

    Gefällt mir

    1. Von Kishon habe ich vor langer, langer Zeit mal ein paar Satiren gelesen, damals habe ich mich sehr an ihnen erfreut, dann habe ich den Autor irgendwie aus den Augen verloren. Vielleicht sollte ich ihn mal wieder hervorholen…

      Viele Grüße!

      Gefällt mir

  17. „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell – keine leichte Kost; die Wucht dieser (fiktiven) Geschichte hat mich nachhaltig in ihren Bann gezogen; erschreckend und grausam, da sie ohne Zweifel auf unzählige Deutsche in den Jahren 1933 – 1945 zutrifft.
    LG, Silke

    Gefällt mir

    1. Zu diesem Werk von Littell habe ich schon viel gelesen und gehört. Ich habe mich bisher immer gesträubt, Die Wohlgesinnten gelesen, ich fürchte, ich kann mit der expliziten Darstellung nichts anfangen, auch wenn natürlich das Thema ein wahnsinnig spannendes ist.

      Gefällt mir

  18. Wie wäre es denn mit einer Empfehlung eines Autors aus Afrika, Asien UND Osteuropa?
    Japan: Kobo Abe „Die Frau in den Dünen“ – ein Klassiker oder „Kafka auf Japanisch“
    Nordafrika bzw. Ägypten: Nagib Machfus „Die Midaq-Gasse“ – bunt und lebendig
    Osteuropa bzw. Rumänien: Catalin Dorian Florescu „Jacob beschließt zu lieben“ – ein Kapitel europäischer Geschichte aus den 30er Jahren
    Ich habe alle drei ser gerne gelesen!

    Gefällt mir

    1. Wow, gleich so viele Empfehlungen, danke dir! Von Kobo Abe habe ich die Känguruhhefte auf meiner Wunschliste stehen, Clemens J. Setz (den ich sehr schätze) hat sie mal empfohlen. Der Autor war mir bis dato kein Begriff, aber offenbar ist durchaus ein wichtiger japanischer Schriftsteller. Nachdem mich Murakami so enttäuscht hat, möchte ich Japan auf jeden Fall noch mal mithilfe eines anderen Autors literarisch entdecken, vielleicht ja Kobo Abe.
      Florescus Jacob habe ich sogar gelesen: recht nett und spannend, aber umgeworfen hat es mich nicht – uum Ende hin ist es stark abgefallen, wie ich finde. Aber die geschichtlich-politischen Hintergründe, die darin thematisiert werden, interessieren mich durchaus, weshalb ich mich bald mal eingehend mit Herta Müller beschäftigen möchte.

      Gefällt mir

  19. Hallöchen, ich bewerbe mich auch noch fix für dieses Buch. Afrika ist ja momentan auf dem Literaturmarkt sehr angesagt und ich habe ein Buch auf meiner Liste, dass ich unbedingt lesen möchte.. nämlich „Diese Dinge geschehen nicht einfach so“ von Taiye Selasi.

    Viele Grüße von Claudia

    Gefällt mir

    1. Über Taiye Selasi habe ich in den letzten Wochen viel gelesen: eine sehr spannende Frau mit einem überaus interessanten Lebensweg, wie ich finde. Das genannte Buch werde ich mir vielleicht tatsächlich noch zulegen.

      Beste Grüße!

      Gefällt mir

  20. Huhu,

    liebend gerne würde ich an der Verlosung für dieses tolle Buch teilnehmen. Aber leider kann ich Dir keine Empfehlung geben, da ich meist englische / deutsche / französische Autoren lese 😦

    Liebe Grüße
    Matthias

    Gefällt mir

    1. Hab Dank für diesen Tipp, liebe Anastasia! Bulgarien habe ich bisher erst durch Ilija Trojanow entdeckt, wobei das auch nur bedingt stimmt, schließlich schreibt er auf Deutsch, und das einzige Werk, das ich bisher von ihm gelesen habe, ist EisTau, das – wie der Titel schon sagt – in Gletschergebieten spielt und nicht in Bulgarien… Alek Popov wird also notiert!

      Herzliche Grüße,
      caterina

      Gefällt mir

  21. Hallo du!

    Als ich gelesen habe, dass du gerne eine Empfehlung für einen bspw. Osteuropäischen Autoren hättest, dachte ich nur „ooooh neeeein, ich kenne ja gar keinen“ *schnief*
    Aber dann steht da, dass du ein Auge zudrückst und mich trotzdem in den Lostopf springen lässt 🙂 DANKE dafür 😀

    Lieben Gruß
    Natty

    Gefällt mir

  22. Hallo,
    tolle Aktion, da bin ich gern dabei 🙂 Diese Richtung wär für absolut Neuland, deswegen kann ich leider nichts empfehlen, hört sich auf jeden Fall sehr interessant an.
    LG
    Diana

    Gefällt mir

  23. Hallo,

    ich würde dieses Buch sehr gerne lesen (und daher auch gewinnen), aber aus den genannten Ländern will mig gerade nicht wirklich etwas passendes einfallen. Jedenfalls nicht, wenn ich an Autoren denke. aber ich habe vor Kurzem „Der Tag der Krokodile“ gelesen, dass zumindest in Afrika spielt und mich auf jeden Fall sehr berührt (und schockiert) hat. Für dieses Buch gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir, denn ich befürchte, dass es auf dem Buchmarkt eher untergehen wird, da es nicht Mainstream genug ist.

    LG fireez

    Gefällt mir

    1. Danke für diese Empfehlung, das Buch klingt nach etwas Besonderem! Und du liegst doch gar nicht so falsch, Michael Williams ist schließlich ein südafrikanischer Autor (wie meine Recherche grad ergeben hat), dein Tipp entspricht also voll und ganz den Kriterien ;).

      LG

      Gefällt mir

  24. Ich empfehle zwei Klassiker aus Tschechien, „Kleinseitner Geschichten“ von Jan Neruda und „Die Großmutter“ von Božena Němcová.

    Ansonsten wurde gerade die neue Webseite von Transcript gestartet. Armenien ist das Thema der jüngsten Ausgabe. Vielleicht ist da was für Dich dabei (oder im Archiv). http://www.lit-across-frontiers.org/de/transcript/

    Viele Grüße

    PS: Mir ist klar, dass ich zu spät für die Verlosung bin, aber ich habe sowieso noch mehr als genug zu lesen, von daher kein Problem!

    Gefällt mir

    1. Lieber wortlandschaften,
      in den Lostopf bist du zwar noch mit reingehüpft (ich habe eh erst heute Nachmittag ausgelost), aber es hat trotzdem nicht sein sollen.
      Ich danke dir dennoch für deine wie immer besonderen Empfehlungen, sowohl die tschechische Literatur als auch die armenische sind mir bisher weitgehend unbekannt.
      Ich finde es etwas schade, dass es Transcript nur online gibt, es ist immer so ermüdend, die Texte am Computer zu lesen, vieles übergeht man dabei, während ich ein Printheft viel systematischer und aufmerksamer lesen würde. Das Konzept ist aber auf jeden Fall sehr spannend, vielen Dank für den Hinweis!

      Herzliche Grüße,
      caterina

      Gefällt mir

  25. Ihr Lieben,
    habt Dank fürs Mitmachen! Das Buch wurde soeben verlost: An wen – das seht ihr im Nachtrag zum obigen Artikel.

    Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Mai.
    Allerbeste Grüße,
    caterina

    Gefällt mir

  26. es gibt viel zuviele bücher, von denen man irgendwie nix hört obwohl sie sehr leseswert sind. auch das klingt nach einer spannenden geschichte, vielleicht schaff ichs ja, mir das zu besorgen – ich glaube, ich werde nächste oder übernächste woche einen der freien tage nutzen, um ihn bei thalia zu verbringen 🙂

    Gefällt mir

    1. Ja, das übliche Dilemma. Die Leseliste wächst und wächst, die ungelesenen Bücher im Regal werden immer mehr, weil man sich beim Kaufen nicht zügeln kann – Lesen artet da fast in Stress aus :). Es gibt so viel zu entdecken, so viele Autoren, so viele Bücher, so viele Länder und Sprachen. Und die Zeit scheint so begrenzt…

      Viel Spaß bei Thalia. Vielleicht kann dich Martin Horvath ja überzeugen und er hüpft in deine Shoppingtasche.

      Liebe Grüße!

      Gefällt mir

      1. du sagst es – das hat manchmal wirklich frustrationspotenzial, weil man jedes mal hunderte euro ausgeben könnte wenn man zu lange in einem buchgeschäft stöbert.

        ich denke, dass – wenn ichs geschafft habe, teil 2/1 und teil 2/2 von der name des windes zu lesen – ich vielleicht das „er ist wieder da“ von timur vermes versuchen werde…

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s