Indiebookday 2013

Olja Savicevic - Lebt wohl, Cowboys (c)

Gestern, am 23. März, war Indiebookday, eine Initiative des Hamburger mairisch Verlages zur Unterstützung der Indie-Verlage und -Buchhandlungen: »Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen«. Auch ich habe natürlich mitgemacht – Gründe, ein Buch zu kaufen, gibt es zwar immer, einen besseren als diesen aber wohl kaum.

Also suchte ich (zugegeben völlig willkürlich, da ich in Frankfurt noch keinen Buchhändler meines Vertrauens habe) die Karl Marx Buchhandlung auf und kaufte mir einen Roman, der schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste weilte: Lebt wohl, Cowboys von Olja Savičević aus dem Leipziger Verlag Voland & Quist (Rezensionen hierzu gibt’s bei wortlandschaften sowie im Bücherwurmloch). Ein Titel, den ich auch deshalb gewählt habe, weil ich von diesem Verlag noch kein einziges Buch im Regal stehen, geschweige denn gelesen habe – es ist also höchste Zeit, ihn für mich zu entdecken! Und was habt ihr so gekauft?

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8 Kommentare zu „Indiebookday 2013

  1. Hallo Caterina,

    gute Wahl! Ich hoffe, Du hast/hattest viel Freude an dem Buch. Ich habe mir zwar nichts am Indiebookday gekauft, aber kurz zuvor mal wieder eine kleine Bestellung vom Matthes & Seitz Verlag bekommen, also zähle ich das mal dazu. Unter anderem war da „Rue des Maléfices – Straße der Verwünschungen“ von Jaques Yonnet dabei, das ich ja schon länger im Auge hatte. „Die geheime Chronik einer Stadt“ ist der Untertitel, das klang sehr interessant. Die Gestaltung des Buches ist auf jeden Fall mal wieder herausragend, dazu schmücken viele Zeichnungen des Autors die einzelnen Kapitel. Dadurch allein heben sich viele Bücher dieses Verlages wohltuend von der Masse ab.

    Viele Grüße!

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    1. Lieber wortlandschaften,
      ich bin schon sehr gespannt auf die Lektüre (auch wenn es wohl noch ein wenig dauern wird, da ich gerade erst mit Bulgakow begonnen habe und die nächste – ebenso umfangreiche – Lektüre auch schon feststeht). Deine Rezension damals war ja die erste, die mich auf diesen Roman aufmerksam gemacht hat, seither steht er auf meiner Wunschliste. Ich habe gar keinen Zweifel daran, dass er mir gefallen wird.
      Das Buch, von dem du sprichst, kenne ich (wie soll es auch anders sein) noch nicht, es klingt aber ungemein spannend, habe mir gleich mal die Verlagsseite dazu angesehen. Und wieder einmal festgestellt, dass ich noch nicht ein einziges Buch von Matthes & Seitz gelesen habe (und interessanterweise trotzdem eine sehr hohe Meinung von diesem Verlag habe). Wird Zeit, dass ich ihn mir endlich mal genauer anschaue.
      Wie dem auch sei: Dir viel Vergnügen bei der Lektüre!

      Beste Grüße

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      1. Das ist natürlich verständlich. Ich habe dieselbe Ausgabe von „Der Meister und Margarita“ gelesen und war so begeistert, dass ich mir die anderen Taschenbücher der Reihe auch noch gekauft habe. Für mich ein außergewöhnliches Buch. Vom Matthes & Seitz Verlag habe ich sicher mehr als 50 Bücher, aber noch nicht alle gelesen. Mir gefällt die Mischung & Bandbreite sehr gut, da ist immer was dabei, was mich sofort anspricht.

        Dir auch noch viel Spaß mit Bulgakow!

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      2. Alle Achtung, 50 Bücher aus demselben Verlag – das kann ich, fürchte ich, über keinen einzigen Verlag behaupten. Gibt es vielleicht ein Buch, das du ganz besonders empfehlen kannst? Ein Lieblingsbuch von Matthes & Seitz?

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  2. Hey, sorry für die späte Antwort!

    Du weißt ja bestimmt, wie das mit so Bezeichnungen wie Lieblingsirgendetwas ist. Ich tue mir da sehr schwer, was mich aber nicht daran hindert, imaginäre Listen zu erstellen, die mit der Zeit immer ausdifferenzierter werden, bis sie am Ende gar keinen Sinn ergeben. Bei Filmen ist das bei mir aber noch viel schwieriger, weil die Anzahl mittlerweile unüberschaubar geworden ist.

    Wie dem auch sei, wenn ich so durch die Reihen schaue (zumindest durch den Teil, den ich hier vor Ort habe & den ich gelesen habe), dann verbinde ich schon unterschiedliche Gedanken und Emotionen mit den einzelnen Büchern. Einen sehr kleinen Teil daraus habe ich ja schon auf meinem Blog vorgestellt. Ich bin zum Beispiel sehr froh, die Bücher von Gaetan Soucy entdeckt zu haben, da seine Bücher anspruchsvoll aber auch höchst unterhaltsam sind. Ich hoffe immer noch, dass „Music-Hall!“ irgendwann auf Deutsch erscheint, sonst muss ich zur englischen Übersetzung greifen.

    Jean-Henri Fabre habe ich neulich bei Mara erwähnt. Ein spezieller Fall, über den ich schon öfter einen Blogartikel schreiben wollte, es aber immer verschoben bzw. verworfen hatte, weil mir die gewählten Worte unpassend erschienen. Die Schwierigkeit liegt weniger darin, zu beschreiben was und wie Fabre seine Beobachtungen zu Papier gebracht hat, sondern vielmehr darin, wie es bei mir ankommt. Seine Art zu schreiben fesselt nicht nur. Für gewöhnlich reichen schon wenige Zeilen, dass sich bei mir ein behagliches Gefühl einstellt. Irgendwann habe ich vielleicht etwas mehr Zeit und vielleicht finde ich dann die Worte, die ein bisschen des Besonderen von Fabre einfangen. Na ja, mal sehen…

    Bevor ich jetzt zu jedem 2. Buch einen kleinen Absatz schreibe, will ich nur noch kurz erwähnen, dass auch zahlreiche schmalere Büchlein sehr zu empfehlen sind, wie z.B. die Erzählungen „Spiel auf vielen Trommeln“ von Olga Tokarczuk oder „Gehen“ von Tomas Espedal (gar nicht sooo schmal). Aus der Reihe „Fröhliche Wissenschaft“ habe ich ein paar aktuelle Themen von Byung-Chul Han gelesen, die mir sehr gefallen haben (z.B. Müdigkeitsgesellschaft). Das sind wirklich kleine Büchlein, praktisch für die Westentasche.

    Mal wieder viel zu viele Titel und letztlich bin ich Deiner Frage ausgewichen bzw. habe sie auf die anstrengende Art beantwortet. Ein „Nein“ hätte es selbstredend auch getan. 😉

    Viele Grüße und ein schönes (das Wetter spielt schon mal mit!) Wochenende!

    PS: Falls es an Dir bisher vorüber ging: klick, da Du damals ja Interesse an dem Film hattest (Die kurze Zusammenfassung würde ich vorher nicht unbedingt lesen.)

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    1. Merci, lieber wortlandschaften, für diese ausführliche und anregende Antwort. Gaetan Soucy habe ich mir sogleich notiert, ebenso wie Thomas Espedal. Außerdem schwirrt ja noch Michel Butor in meinem Kopf herum, den du vor einiger Zeit vorgestellt hast. Besten Dank für die vielen tollen Empfehlungen, ich bin gespannt, welches der Bücher mir zuerst in die Hände fällt.

      Herzliche Grüße!

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