«Das Holocaust-Trauma als nationale Strategie»
Süddeutsche Zeitung | Julia Amalia Heyer: «Das Holocaust-Trauma als nationale Strategie»
Über den Isrealkritiker Avraham Burg, dessen Buch Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich von Holocaust lösen muss kürzlich auf Deutsch erschienen ist.
In seinem Buch vergleicht Burg das Israel der Gegenwart mit dem Vorkriegsdeutschland der Weimarer Republik. Der Judenstaat, schreibt er, sei zu einem «Zionistischen Ghetto» geworden, innerhalb der israelischen Gesellschaft herrsche «Bunkermentalität». Oder auch einfach: Rassismus. Israel sei wie ein missbrauchtes Kind, das zu einem gewalttätigen Vater geworden ist. Schuld daran habe nicht zuletzt die «überkommene Idee des Zionismus». Ein jüdisch definierter Staat könne keine Demokratie sein, sagt Avraham Burg. [...] (mehr…)
Reise nach gar nicht weit weg
Chaotisches Reisen von Berlin nach Italien: Zwei deutsche Reiseerfahrene starten schlecht und werden mit Unvorhersehbarem konfrontiert, in erster Linie mit miesem Wetter.
Mittwoch. Gegen halb zwei Uhr morgens halten wir es für angebracht, uns schlafen zu legen. Der Wecker soll uns immerhin um drei aus dem Schlaf klingeln. Der zweite Wecker eine halbe Stunde später. Wir ignorieren sie alle beide. Zwanzig vor fünf – Christina und ich hätten planmäßig seit vierzig Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin unterwegs sein sollen – erwache ich wundersamerweise, tippe meine Bettgefährtin an und informiere sie darüber, dass es zwanzig vor fünf ist. Wir stellen fest, dass das ausgesprochen spät ist. Ich denke: In einer Stunde und zehn Minuten schließt der Schalter, die Fahrt durch Berlin dauert eine Stunde. Sie denkt, wir hätten bereits den Flug verpasst. (mehr…)
Sibylle Berg: Der Mann schläft
Der Mann schläft. In all seiner Einfachheit fasst dieser Titel zusammen, was für die Erzählerin Liebe bedeutet: eine «ruhige und stille» Liebe, weit weg von jeder Einmaligkeit und jeder Aufregung. Weit weg von dem, «was uns französische Filme zeigten, Begierde, nächtelange Diskussionen über Gefühle, um die Leidenschaft wieder zu beleben, Geschlechtsverkehr unter regennassen Laternen, viel, viel Leiden und am Ende schweigendes Sitzen in einer französischen Küche, dann steht einer auf und geht, ohne die Tür zu schließen». Ihre Leidenschaft hat nichts Körperliches inne, sie besteht in dem Wunsch, den Mann zu beschützen: ihn atmen zu hören und zu beobachten, während er schläft. (mehr…)
Silvio Danese: Il suono della neve
«Ich wollte die Musik als etwas Menschliches, Alltägliches, Konkretes darstellen», sagt Silvio Danese in einem Interview. Il suono della neve («Der Klang des Schnees») ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, durch die sich ein überaus präsentes Motiv zieht: die Musik. Diese hat nicht nur in jeder einzelnen Geschichte eine Schlüsselrolle: Das Ganze – die Gesamtheit der Geschichten – ist selbst ein musikalisches Stück. Wie in einer Partitur sind die einzelnen Teile eingebunden in eine kluge Komposition, in der jedes von ihnen eine ganz präzise Position einnimmt: Neun Geschichten wechseln sich mit zehn sogenannten Intermezzi ab. Und weil alles so eng mit einer verknüpft ist, wird die Kurzgeschichtensammlung fast zu einem Roman im Sinne eines in sich geschlossenen Textes, in dem kein Teil für sich steht. (mehr…)
Leda Rivarolo: L’uomo che non fu Caruso
«Die bewegende Geschichte von Liebe, Verrat, Rivalität, Erfolg und Untergang der brillanten Stimme des Tenors, der – wegen einer absurden Angst – nicht Caruso war.» Die Rede ist von Giovanni Bambacioni, der Anfang des 19. Jahrhunderts ein auf Europas Bühnen gefeierter Opernsänger war. Doch als er es versäumte, auch in Amerika Fuß zu fassen, stürzte er in eine Krise, aus der er nie wieder herausfand. Heute ist der Künstler weitestgehend in Vergessenheit geraten.
Leda Rivarolo erzählt die wahre Geschichte dieser tragischen Figur der italienischen Theaterwelt ausgehend von Mary, der langjährigen Gefährtin Bambacionis und Mutter seiner drei Söhne. (mehr…)
Premio a Claudio Magris, un mediatore e viaggiatore di culture
Noi tedeschi diamo volentieri i nostri premi a voi italiani. Anche se attualmente dalla vostra peninsola ci raggiungono sempre le stesse storie che ci fanno ridere o ci fanno dubitare di voi, alla fine sappiamo che avete delle gran belle menti e le apprezziamo. Di recente abbiamo premiato Marco Travaglio per il suo impegno per la libertà di stampa. Stavolta è Claudio Magris a essere onorato: gli viene conferito il premio per la pace dal Commercio librario tedesco, un premio che mette in risalto la pace, l’umanità e l’armonia delle nazioni. È successo già nel caso Travaglio che la notizia veniva taciuta dalla stampa italiana, e sembra ora ripetersi con Magris. (mehr…)
Aggiornamento: #iranelection… (post del 17/06/09)
A proposito degli avvenimenti a Teheran, che ho trattato ieri, segnalo il post di Antonio Sofi, un ottimo riassunto ricco di fonti, citazioni e link per approfondire autonomamente l’argomento. Interessante ad esempio il punto di vista di Leyla Ferani, una giornalista anglo-iraniana di 21 anni che sul Telegraph racconta dei giovani iraniani, del loro ruolo in questa rivolta, delle loro idee di vita che alla fine non sono tanto diverse dalle nostre. È un’ottica più che giustificata se si considera che il 70% della popolazione ha meno di 30 anni. (mehr…)
Leere Worthüllen
Selten stelle ich ein Buch ins Regal zurück, das ich nicht bis zum Ende gelesen habe, auch wenn das bedeutet, mich widerwillig und mühsam von Seite zu Seite hangeln zu müssen. Ich kann es nicht ausstehen, Bücher abzubrechen. Es tut mir fast weh. Heute habe allerdings ich den Entschluss gefasst, Berliner Blues von Giovanni Bogani abzubrechen. Dabei war der Titel so vielversprechend. (mehr…)
#iranelection: 140 caratteri per la rivoluzione
Da quando è stata confermata la rielezione di Mahmud Ahmadinejad alla presidenza della Repubblica islamica d’Iran, il popolo iraniano è in rivolta – motivo: presunti brogli elettorali. Anche quattro giorni dopo le elezioni le manifestazioni continuano nelle strade di Teheran e delle altre città iraniane, e talvolta degenerano in scontri violenti con la polizia. Se fosse per la classe dirigente non si diffonderebbe nemmeno una parola su ciò che si svolge attualmente in Iran. Ma invece le parole si diffondono, anche oltre i confini nazionali – grazie ai new media. (mehr…)
Commedia all’italiana: magistratori e politici pagliacci
Con una certa regolarità ci raggiungono delle notizie sugli attacchi contro i rappresentanti dell’«opposizione» – siano politici, magistrati o giornalisti – che denunciano la situazione inquietante di questo paese. È una pratica ormai consueta di Berlusconi, il quale insiste sulla sua teoria del complotto da parte della sinistra. Stavolta però non vogliamo parlare del presidente del Consiglio, ma del presidente della Guardia nazionale italiana, ente neonato non governativo di vigilanza. È da poco che le cosiddette «ronde nere» sono state presentate a Milano, ed è già in corso un’inchiesta giudiziaria: il procuratore Armando Spataro indaga per apologia del fascismo, perché le divise riprendono simboli dell’età fascista. (mehr…)


































